Fortbildung: Professionelle Berufsberatung für Geflüchtete

Professionelle Berufsberatung für Geflüchtete –
interkulturell sensibilisiert und gut informiert über mögliche Wege der Arbeitsmarktintegration

 

Termin / Ort
12./13.07.2017, jeweils 09:00 Uhr bis 16:30 Uhr FaPrik, Mainzer Landstr. 405 60326 Frankfurt am Main

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Diese zweitägige Fortbildung besteht aus zwei Modulen. Der erste Tag ist ein Kommunikationstraining für die Beratung von MigrantInnen und gibt eine Einführung zum Thema interkulturelle Kompetenz in der Beratung.

Viele MigrantInnen habe nur sehr ungenaue Vorstellungen darüber, was Beratung ist, welchem Ziel sie dient und wie sie abläuft. Auch ist die Planung des beruflichen Werdegangs weit weniger eine individuelle Entscheidung. Die Familie sitzt mit am Tisch – häufig im übertragenen Sinne, manchmal auch tatsächlich. Welche Rolle spielen Ihre eigenen kulturellen Vorstellungen im Beratungsprozess? Wie interpretieren Sie bestimmte Verhaltensweisen? Welche Ihrer Verhaltensweisen lösen bei Ihrem Gegenüber möglicherweise Irritationen und Befremden aus? An diesem Seminartag lernen Sie unterschiedliche kulturell bedingte Muster des Denkens, Wertens und Handelns kennen und haben Gelegenheit, Ihr eigenes Verhalten in interkulturellen Situationen zu beobachten und zu reflektieren.

Am zweiten Tag der Fortbildung werden die Einflussfaktoren beruflicher Integrationsprozesse von Geflüchteten behandelt. Sie erhalten einen Überblick darüber, welche beruflichen Integrationswege unter welchen schulischen und beruflichen Voraussetzungen möglich sind.

Präsentiert wird eine „Typisierung“ von Ratsuchenden, eingeteilt nach deren beruflichen und schulischen Vorqualifikationen sowie deren Anschlussoptionen auf dem deutschen Arbeitsmarkt und im deutschen Bildungssystem. Anhand dieser Typisierung  werden die jeweiligen (möglichen) beruflichen Zielsetzungen und Wege der beruflichen Integration erörtert. Es werden auf Basis der beruflichen Voraussetzungen mögliche Beratungsziele definiert.

Methoden
Vortrag und medienunterstützte Präsentationen. Sensibilisierung über praktische Übungen in Einzel- und Gruppenarbeit.

Trainer
1. Seminartag: Kölner Institut für Interkulturelle Kompetenz e.V.
2. Seminartag: Dipl. Sozialpädagogin Dietlinde Kosub-Jankowski und Dipl. Pädagogin Lydia Mesgina, beramí berufliche Integration e.V.

Fachtagung „Arbeitslos 4.0 ? Soziale Gerechtigkeit in der digitalisierten Arbeitswelt“ am 16. Mai 2017

Terminankündigung:

Am 16. Mai 2017 veranstaltet die LAG Arbeit in Hessen e.V. in Wiesbaden eine Fachtagung unter dem Titel:

Arbeitslos 4.0 ?
Soziale Gerechtigkeit in der digitalisierten Arbeitswelt

 

Themen der Fachtagung werden sein:

  • Ergebnisse des Weißbuches Arbeiten 4.0 des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales
  • Digitalisierung der Arbeitswelt – Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt in Hessen & geschlechtsspezifische Aspekte
  • Anforderungen an die Beschäftigungsförderung und die Arbeitsmarktpolitik vor dem Hintergrund der Digitalisierung

 

Termin und Ort der Fachtagung:
16. Mai 2017, 10:00 – 16:30 Uhr, Roncalli-Haus in Wiesbaden

Bitte merken Sie sich diesen Termin vor. Eine Einladung, mit ausführlichem Programm und der Möglichkeit sich anzumelden, erhalten Sie in den kommenden Wochen.

Arbeitsmarkt-Report Hessen 01/2017

In dieser Ausgabe des Arbeitsmarkt-Reportes werden die Aktivierungsquoten im SGB II und SGB III ausgewertet.  Aktivierungsquoten drücken aus, wie viele der potenziell förderfähigen Personen auch tatsächlich eine Förderung erhalten. Die Aktivierungsquote im SGB III ist von 22,3 Prozent im Dezember 2014 auf 27,1 Prozent im Dezember 2016 gestiegen ist. In der Grundsicherung für Arbeitssuchende (SGB II) ist sie dagegen von 9,3 Prozent (Dezember 2014) auf 9,2 Prozent (Dezember 2016) gesunken. Die niedrigen Aktivierungsquoten in der Grundsicherung für Arbeitssuchende sind ein Ausdruck der Sparmaßnahmen in der Arbeitsmarktpolitik.

Weitere Informationen zu den Aktivierungsquoten finden Sie im Arbeitsmarkt-Report Hessen 01/2017

Der Arbeitsmarkt-Report Hessen wird monatlich vom Institut für Sozialpolitik und Arbeitsmarktforschung (ISAM) der Hochschule Koblenz für die LAG Arbeit in Hessen e.V. erstellt. Neben dem monatlichen Schwerpunkt enthält der Report Übersichten über den Bestand an TeilnehmerInnen in ausgewählten arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen der hessischen Gebietskörperschaften, getrennt nach der Kostenträgerschaft im SGB III und SGB II.

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Eine Million Menschen beziehen seit zehn Jahren ununterbrochen Hartz IV

SGB-II-Leistungen werden häufig über einen längeren Zeitraum bezogen. Von den 6,2 Millionen Leistungsbeziehern bei der Einführung von Hartz IV im Jahr 2005 erhielten etwa eine Millionen Menschen ununterbrochen bis 2014 Leistungen.

Fast die Hälfte (44 Prozent) der Hartz-IV-Empfänger bleiben vier oder mehr Jahre ununterbrochen im Leistungsbezug. Werden alle Bezugszeiten einer Person seit Januar 2005 zusammengerechnet, so kommen sogar 69 Prozent der Hartz-IV-Empfänger auf einen Bezugszeitraum von vier Jahren oder mehr.  Das geht aus einer Analyse des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. Eine weitere Auswertung der Verweildauern nach Bundesländern liefert O-Ton Arbeitsmarkt.

Es gibt allerdings auch einen hohen Anteil an Personen, die nur über einen kurzen Zeitraum auf Leistungen angewiesen sind. Etwa die Hälfte der neu zugehenden Leistungsbezieher können nach einem Jahr den Bezug wieder verlassen.

In einer Sequenzmusteranalyse hat das IAB in seinem Kurzbericht 04/2017 typische Verlaufsmuster von Personen herausgearbeitet, die im Jahr 2007 erstmalig SGB II Leistungen erhielten.

Die verschiedenen Personen-Gruppen  unterscheiden sich besonders durch ihre Bildungsausstattung. Von langfristigem  SGB-II-Bezug  sind häufig Menschen betroffen, die  keine oder nur niedrige Bildungsabschlüsse haben. (Definition Cluster SGB-II-Dauerbezieher: über 80 Prozent in dieser Gruppe bezogen über sieben Jahre hinweg ununterbrochenen SGB-II ). In der Gruppe der SGB-II-Dauerbezieher besitzen 26 Prozent keinen formalen Schulabschluss, 39 Prozent haben einen Hauptschulabschluss und 71 Prozent keinen beruflichen Bildungsabschluss.  Für diese Gruppe empfiehlt das IAB auf Grund der Arbeitsmarktferne eine langfristige Heranführung an den Arbeitsmarkt.