Arbeitsmarkt-Report Hessen 12/2016

Der Arbeitsmarkt-Report Hessen betrachtet in diesem Monat das Qualifikationsniveau von Flüchtlingen.

Das bei der Bundesagentur für Arbeit erhobene Merkmal  „Personen im Kontext von Fluchtmigration“ (Im Folgenden „Flüchtlinge“) liefert erste Informationen über ausgewählte Merkmale der Flüchtlinge, die als Arbeitssuchende im SGB II und SGB III  gemeldet sind.

Unter den Flüchtlingen in Hessen ist der Anteil derer, die die Schule ohne Hauptschulabschluss verlassen haben, mit 35 Prozent gegenüber 22 Prozent bei allen Arbeitsuchenden, sehr hoch.

Gleichzeitig haben die arbeitsuchenden Flüchtlinge mit einem Anteil von 22 Prozent häufiger ein hohes schulisches Bildungsniveau mit Abitur oder Hochschul- bzw. Fachhochschulreife als die Arbeitsuchenden insgesamt (19 Prozent).

Da unter den Flüchtlingen aber besonderes viele junge Menschen sind, besteht ein großes Bildungspotenzial.

Weitere ausführliche Informationen zu Schulabschlüssen und dem Qualifikationsniveau von Flüchtlingen in Hessen finden Sie im Arbeitsmarkt-Report Hessen 12/2016 .

Der Arbeitsmarkt-Report Hessen wird monatlich vom Institut für Sozialpolitik und Arbeitsmarktforschung (ISAM) der Hochschule Koblenz für die LAG Arbeit in Hessen e.V. erstellt. Neben dem monatlichen Schwerpunkt enthält der Report Übersichten über den Bestand an TeilnehmerInnen in ausgewählten arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen der hessischen Gebietskörperschaften, getrennt nach der Kostenträgerschaft im SGB III und SGB II.

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Sozialminister Grüttner gegen Verlagerung der Ausbildungsvermittlung von Jugendlichen mit Vermittlungshemnissen an BA

In einem gemeinsamen Konzeptpapier haben der Bund Deutscher Arbeitgeber (BDA) und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) im November 2016 vorgeschlagen, die Ausbildungsvermittlung, Hilfen bei der Integration von Auszubildenden und die Rehabilitation von Schwerbehinderten vollständig an die Agenturen für Arbeit (BA) zu übertragen.

Gegen diesen Vorschlag, der das Ende der gut vernetzten, spezialisierten Vermittlungstätigkeiten der kommunalen Jobcenter in diesem Bereich bedeuten würde, hat sich der hessische Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) gewandt. In einem Schreiben an Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles spricht er sich gegen einen Systembruch aus, der nur unnötige neue Schnittstellen schaffen würde, berichtet der Wiesbadener Kurier.

Auch der deutsche Städte- und Landkreistag kritisiert den Vorschlag in einem Positions-Papier: „Beim Einwerben von Ausbildungsstellen, gerade für benachteiligte Jugendliche, ist das Engagement des kommunalen Trägers und seines Landrats/Oberbürgermeisters nicht zu unterschätzen.“ 

Und an anderer Stelle in dem Papier: „Die Abläufe (würden) zu Lasten der Jugendlichen noch komplizierter werden“.

Ausführlich hierzu : Wiesbadener Kurier  „Das Ende eines Erfolgsmodells? Allianz von Arbeitgebern und Gewerkschaft will kommunalen Jobcentern Aufgaben entziehen“ 29.12.2016

IAB-Studie zu Auswirkungen der Digitalisierung auf den hessischen Arbeitsmarkt

Welche Auswirkungen die fortschreitende Automatisierung von Routinetätigkeiten in der Arbeitswelt und das Internet der Dinge, d.h. die Vernetzung und gegenseitige Ansprechbarkeit von Geräten, auf den hessischen Arbeitsmarkt haben könnte, hat das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) in einer aktuellen Studie erhoben.

Am stärksten betroffen von einer Ersetzbarkeit durch Maschinen sind, wenig erstaunlich, die Fertigungsberufe. 72,4 Prozent, der in den Fertigungsberufen ausgeübten Tätigkeiten können schon heute durch Maschinen ersetzt werden. Bei den Fertigungstechnischen Berufen besteht ein Substituierbarkeitspotenzial von 64,2 Prozent.

Aber auch für die Berufssegmenten IT- und naturwissenschaftliche Dienstleistungsberufe hat die Studie eine Substituierbarkeit zwischen 40 und 50 Prozent errechnet. 30 bis 40 Prozent der Tätigkeiten können in den Lebensmittel- und Gasgewerbeberufen, Bau- und Ausbauberufen, Verkehr- und Logistikberufen, Handels- sowie Land-, Forst- und Gartenbauberufen durch Maschinen ersetzt werden. Die geringste Ersetzbarkeit durch Maschinen wird interessanterweise für die sozialen und kulturellen Dienstleistungsberufe, Sicherheitsberufe, Reinigungsberufe sowie medizinische und nicht-medizinische Berufe errechnet.

Diese Zahlen bedeuten jedoch nicht, dass für die Zukunft von einem Wachstum der Arbeitslosigkeit in Hessen auszugehen ist. So geht das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) auf Basis einer Arbeitsmarktprognose bis zum Jahr 2030 davon aus, dass bei einer durch öffentliche und unternehmerische Investitionen beschleunigte Digitalisierung die Beschäftigung in Deutschland bis zum Jahr 2030 im Saldo um eine viertel Million ansteigen könnte (Weißbuch Arbeiten 4.0 des BMAS, S. 48).

Weiterbildung und Qualifizierung nehmen in der Vorbereitung von ArbeitnehmerInnen auf die Digitalisierung einen bedeutenden Stellenwert ein.

So formuliert der Leiter der Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit, Dr. Frank Martin, zur Veröffentlichung der oben genannten Studie zum hessischen Arbeitsmarkt: „Die Kunst besteht darin, vorausschauend zu handeln und durch Fortbildung und Weiterbildung Funktionen und Nischen zu finden, die den Menschen und den neuen Anforderungen gerecht werden. Wie können neue Entwicklungen positiv und gewinnbringend genutzt werden? Welche neuen Berufsbilder entstehen und auf welche können wir verzichten? Das Schüren von Ängsten hat dabei noch nie geholfen. Prozesse sind und waren schon immer dem Wandel unterworfen. Viel klüger ist es, den Wandel aktiv und auf den Menschen ausgerichtet zu gestalten“

 

Arbeitsmarkt-Report Hessen 11/2016

In diesem Monat wertet der Arbeitsmarkt-Report die Entwicklung der erwerbstätigen Leistungsberechtigten („Austocker“) in Hessen aus.

Im Juni 2016 waren 28,3 Prozent der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten Aufstocker. Sie haben ein Einkommen aus einer abhängigen oder selbständigen Erwerbstätigkeit erwirtschaftet und hatten zugleich Anspruch auf Leistungen der Grundsicherung für Arbeitssuchende.

Die Zahl der Aufstocker ist in den letzten Jahren weitgehend konstant geblieben. Mit der Einführung des Mindestlohns zum 1. Januar 2015 haben sich allerdings die Anteile der unterschiedlichen Beschäftigungsverhältnisse verschoben.

Besonders hoch ist der Anteil an den Alleinerziehenden, die neben der Erwerbstätigkeit auf Hartz-IV-Leistungen angewiesen sind (29,9 Prozent).

Den ausführlichen Arbeitsmarkt-Report Hessen 11/2016 finden Sie hier.

Der Arbeitsmarkt-Report Hessen wird monatlich vom Institut für Sozialpolitik und Arbeitsmarktforschung (ISAM) der Hochschule Koblenz für die LAG Arbeit in Hessen e.V. erstellt. Neben dem monatlichen Schwerpunkt enthält der Report Übersichten über den Bestand an TeilnehmerInnen in ausgewählten arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen der hessischen Gebietskörperschaften, getrennt nach der Kostenträgerschaft im SGB III und SGB II.

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Fortbilung: Aktuelles Bewerbungswissen für BeraterInnen, FachanleiterInnen und PädagogInnen

Wie kann ich Ratsuchende im Bewerbungsprozess unterstützen und mit ihnen neue Perspektiven erarbeiten? Der Weg zu einem neuen Arbeitsplatz ist eine komplexe Aufgabe – insbesondere, wenn der bisherige Werdegang nicht wie im Bilderbuch verlaufen ist.

Damit Sie Ratsuchende während des Bewerbungsprozesses adäquat und kompetent unterstützen können, bieten wir Ihnen in dieser Fortbildung ein Update Ihres Bewerbungswissens.

Termin: 07./08.03.2017 
Ort: FaPrik, Mainzer Landstr. 405, 60326 Frankfurt

Hier können Sie sich für die Fortbildung anmelden.

Ausführliche Informationen
Dieses Train-the-Trainer-Seminar stellt BeraterInnen, PädagogInnen und FachanleiterInnen professionelle Methoden erfolgreicher Bewerbungsstrategien nach Hesse/Schrader zur Anwendung im Berufsalltag vor. Dabei wird der aktuelle Standard des Bewerbungsprozesses, von der Standortbestimmung und Strategieentwicklung über die Erstellung von Bewerbungsunterlagen bis hin zur Kontaktaufnahme mit Unternehmen vermittelt.

Inhalte
Standortbestimmung: Was kann ich? – Fähigkeiten, Interessen und besondere Eigenschaften der Klienten identifizieren und benennen

  • Zielfindung: Was will ich? – Formulierung individueller Bewerbungsziele
  • Motivation von (demotivierten) Klienten – Interventionsmöglichkeiten bei „schwierigen“ Klienten
  • Entwicklung einer erfolgversprechenden Bewerbungsstrategie
    Lücken im Lebenslauf und deren „kosmetische“ Behandlung
  • Besonderheiten der E-Mail- und Initiativbewerbung
  • Die Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch: Wie man sich sicher und überzeugend präsentiert

Methoden
Theoretischer Input, Vorstellung und Besprechung zahlreicher Bewerbungsbeispiele, Einzel- und Gruppenübungen, Erfahrungsaustausch und Diskussion

Referentin
Diplom-Kauffrau Antje Koch, Trainerin und Beraterin für Hesse / Schrader

Hier geht es zur Anmeldung

Fortbildung: Einfache Sprache – Informationen leicht verständlich gestalten

Fortbildung in Kooperation mit der LAG Werkstätten für behinderte Menschen in Hessen e.V.

Termin: 02./03.03.2017
Ort: FaPrik, Mainzer Landstraße 405, Frankfurt

Wie müssen Sie Informationen und Sprache gestalten, damit Menschen mit Lernschwierigkeiten oder wenigen Deutschkenntnissen sie wirklich verstehen? Welchen Beitrag können die Personen aus der Zielgruppe bei der Erstellung dieser Information leisten?

Viele Texte sind sehr kompliziert geschrieben, nicht nur Behördentexte. In diesem zweitägigen Workshop zeigen wir Ihnen, wie Sie Barrieren in der Sprache erkennen und durch die Verwendung von Einfacher Sprache abbauen können.

Leichte Sprache, Einfache Sprache – das bedeutet leicht verständliche Sprache. Keine Schachtelsätze. Keine komplizierte Grammatik. Keine sprachlichen Bilder. Sondern: kurze, klare Aussagen. Eindeutige Zusammenhänge. Keine gedanklichen Umwege.

Hier finden Sie weitere Informationen zur Veranstaltung und können sie buchen.

Inhalt:

  • Überblick über Barrieren in Bezug auf Sprache, Texte, Layout und Medienwahl
  • Grundlagen der Leichten und Einfachen Sprache
  • Die Zusammenarbeit mit der Zielgruppe
  • Übersetzen und Vereinfachen selbst ausprobieren
  • Bearbeiten eigener Textbeispiele aus Ihrem Arbeitsalltag

Methode:

Vortrag und medienunterstützte Präsentationen. Sensibilisierung über praktische Übungen in Einzel- und Gruppenarbeit.

Referentin:

Claudia Fischer (M.A.) leitet die Redaktion von capito Frankfurt. In dem Dienstleistungsunternehmen für Barrierefreiheit arbeiten Menschen mit und ohne Behinderung zusammen. Die Medienwissenschaftlerin und gelernte Journalistin ist seit 20 Jahren im Bereich Kommunikation tätig.

Hier finden Sie weitere Informationen zur Veranstaltung und können sie buchen.

Arbeiten 4.0: Nahles setzt auf Weiterbildung

Die Arbeitswelt befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Fortschreitende Digitalisierung und Globalisierung verändern sowohl den Berufsalltag vieler ArbeitnehmerInnen als auch die Art der Berufe und Qualifikationen, die in Zukunft nachgefragt werden.

Andrea Nahles hat im  Weißbuch 4.0 Vorschläge für die Gestaltung der Arbeitswelt der Zukunft  formuliert. Weiterbildung ist darin ein zentraler Baustein, um den Wandel am Arbeitsmarkt zu bewältigen.

„Eine der wegweisenden Antworten ist es, massiv in die Qualifizierung und in die Weiterbildung der Menschen in diesem Land zu investieren. Wir brauchen eine umfassende Weiterbildungsstrategie für dieses Land, um den Transformationsprozess ‘Arbeiten 4.0‘ erfolgreich zu gestalten.“, so Nahles am 24. November im Bundestag.

Im Rahmen des Dialogprozessen Arbeiten 4.0 zur Vorbereitung des Weißbuches, wurden einige interessante Analysen und Stellungnahmen zum Thema „Weiterbildung“ erstellt. Diese finden Sie hier.

Veränderte Arbeitszeiten, Homeoffice, die Rückkehr aus Teilzeit in Vollzeit sind weitere Themen, zu denen das Bundesministerium für Arbeit und Soziales im Dialog mit Verbänden, Gewerkschaften und ExpertInnen Vorschläge erarbeitet hat.

Fortbildung: Leistungen zur Eingliederung in Arbeit nach dem SGB II und SGB III

Termin: 02.02.2017
Ort: FaPrik, Mainzer Landstraße 405, 60326 Frankfurt

Welche Instrumente gibt es im SGB II und SGB III? In welchem Binnenverhältnis stehen Träger, Klientel und Auftraggeber?

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Ausbildungs- und Beschäftigungsträgern sind in unterschiedlichen und komplexen Projektzusammenhängen tätig.

Diese Grundlagen-Fortbildung wird einen Überblick über Arbeitsförderungsmaßnahmen im SGB II und SGB III geben und deren rechtliche Rahmenbedingungen erläutern. Es werden Begriffe, Inhalte und Grundsätze der Beratung und Vermittlung sowie die Rechte und Pflichten der / des Arbeitssuchenden behandelt.

Ziel der Fortbildung ist, dass die TeilnehmerInnen dazu in der Lage sind, den Arbeitssuchenden ihre Rechte und Pflichten zu vermitteln und das Binnenverhältnis zwischen Träger, Klientel und Auftraggeber kennen.

Im Vorfeld wird es die Möglichkeit geben, konkrete Fragen und Themen zu benennen, auf die der Referent eingehen wird.

Hier finden Sie weitere Details zur Fortbildung und die Anmeldung


Inhalte

Zusammenhang § 16 SGB II und SGB III; Herleitung der Rechtsgrundlagen

Begriffe, Inhalte und Grundsätze der Beratung und Vermittlung, Rechte und Pflichten der / des Arbeitsuchenden

Eingliederungsleistungen nach dem SGB II

  • Kommunale Eingliederungsleistungen im Sinne des § 16a SGB II
  • Einstiegsgeld i.S.d. § 16b SGB II
  • Arbeitsgelegenheiten gem. § 16d SGB II
  • Förderung von Arbeitsverhältnissen im Sinne des § 16e SGB


Methoden

Theoretischer Input, Übungen und Besprechung von praktischen Fällen

Hier finden Sie weitere Details zur Fortbildung und die Anmeldung

Arbeitsmarkt-Report Hessen 10/2016

Diesen Monat werden im Arbeitsmarkt-Report Daten zu Langzeitleistungsbeziehern in Hessen ausgewertet. Dies sind erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in den vergangenen 24 Monaten mindestens 21 Monate nach dem SGB II hilfebedürftig waren und das 17. Lebensjahr vollendet habe.

Es wird deutlich, dass sich in Hessen, wie bundesweit, die Zahl der Langzeitleistungsbezieher verfestigt. 62,4 Prozent der Menschen, die in Hessen auf den Bezug von SGB II Leistungen angewiesen sind,  sind Langzeitleistungsbezieher.

Unter ihnen befinden sich mehr Frauen als Männer. 19,1 Prozent der Langzeitleistungsbezieher sind alleinerziehend.

Im Arbeitsmarkt-Report Hessen 10/2016 finden Sie weitere Daten zu dem Anteil an Aufstockern an den Langzeitleistungsbeziehern und ihrem Bildungshintergrund.

Ein Hinweis in eigener Sache:

Der Arbeitsmarkt-Report hat seit dieser Ausgabe ein leicht verändertes Format.

  • Im Überblick auf Seite eins wird nun der Anteil von Männern und Frauen an den Arbeitslosen in Hessen gesondert ausgewiesen.
  • Auf Seite zwei finden Sie neuerdings weitere interessante Daten und Auswertungen zum Schwerpunktthema.
  • Bei der Aufschlüsselung der Arbeitslosenzahlen nach Regionen und Instrumenten, können Sie jetzt über einen Link zur Statistik-Seite der Arbeitsagentur direkt auf geschlechtsdifferenzierte Daten nach Regionen in Hessen zugreifen.

Das Institut für Sozialpolitik und Arbeitsmarktforschung (ISAM) der Hochschule Koblenz erstellt den Report monatlich im Auftrag der LAG Arbeit in Hessen e.V.

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Fortbildung: Verständliche Sprache im Berufsalltag – Strategien zur Verständigung mit Flüchtlingen und anderen Deutschlernenden

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Arbeitsförderung, der Qualifizierung und Weiterbildung stehen vermehrt vor der Aufgabe, Menschen mit geringen Deutsch-Kenntnissen auf eine berufliche Tätigkeit in Deutschland vorzubereiten. Wie konkrete Sprachhürden im Berufsalltag überwunden werden können und wie das gegenseitige Verstehen durch gezielte Techniken abgesichert werden kann, ist Inhalt dieses Workshops.

Die Fortbildung zielt darauf, Strategien und Techniken zu vermitteln, die die Verständigung mit Deutschlernenden erleichtern. Es werden die Grundlagen der Sprachsensibilität sowie grundlegende Methoden der Verständnissicherung und der Sprachlernförderung erarbeitet.

Termin und Ort

19./20.01.2017, jeweils 9 – 16:30 Uhr

LQB², Mainzer Landstr. 405, 1. Stock,  60326 Frankfurt am Main

Weitere Details und die Möglichkeit sich anzumelden finden Sie in unserem Buchungssystem.

Inhalte

  • Sprachsensibilität: Wie wirkt Sprache?
  • Das eigene Sprachverhalten reflektieren
  • Rolle und Funktionen der Sprache am Arbeitsplatz: Alltags-, Fach- und Bildungssprache
  • Grundlegende Methoden der Sprachförderung: Schwierige Sprachstrukturen entlasten / Verständlich kommunizieren / Verständnis sichern
  • Elemente einer sprachlernförderlichen und kultursensiblen Atmosphäre am Arbeitsplatz und Wege der Umsetzung

Trainerinnen

Dr. Meta Cehak-Behrmann leitet das Projekt FaberiS – Die Fachstelle für berufsintegriertes Sprachlernen in Frankfurt. Sie ist Sprachwissenschaftlerin und arbeitet seit 10 Jahren in der Entwicklung und Umsetzung der berufsintegrierten Sprachförderung.

Alessandra Klein arbeitet als Sprachwissenschaftlerin und Dozentin für Deutsch als Zweitsprache bei FaberiS. Sie ist seit mehreren Jahren in der berufsbezogenen und berufsintegrierten Sprachförderung tätig.

Hier können Sie sich über unser Buchungssystem für die Veranstaltung anmelden.

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