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Arbeitsmarkt-Report 09/2018: Eingliederungsmittel für Arbeitsmarktförderung stagnieren trotz höherer Budgets der Jobcenter

Der Arbeitsmarkt-Report 09/2018 betrachtet in seinem Schwerpunkt die Ausschöpfung der Eingliederungsmittel durch die Jobcenter in Hessen.

Die Ausschöpfung der Eingliederungsmittel stagniert trotz höherem Budget

Der Bund weist den Jobcentern jährlich ein Budget zu, das zur Finanzierung arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen wie zum Beispiel
Qualifizierungsmaßnahmen oder Ein-Euro-Jobs verwendet werden soll.

Das Budget der Jobcenter in Hessen wurde 2017 auf 249 Millionen Euro erhöht und ist damit zum vierten Mal in Folge angestiegen. Insgesamt gaben die Jobcenter in Hessen aber nur rund 187 Millionen Euro für Arbeitsförderung aus.

Damit wurden knapp 62 Millionen Euro nicht für den eigentlichen Zweck der Förderung von Leistungsempfängern der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II bzw. „Hartz IV“) verwendet.

Ein Viertel der Eingliederungsmittel wurden nicht für den
ursprünglich vorhergesehenen Zweck verwendet. Die Ausschöpfungsquote stagniert damit im zweiten Jahr in Folge auf einem historischen Tiefstand.

Grundsätzlich mangelt es nicht an ausreichend Förderkandidaten. Allerdings nahm 2017 in Hessen nicht einmal jeder zehnte der rund 303.000 Leistungsempfänger des SGB II im erwerbsfähigen Alter an einer arbeitsmarktpolitischen Maßnahme teil.

Jedes Jahr wird ein Teil der Gelder von den Jobcentern umgeschichtet und statt für arbeitsmarktpolitische Förderung für die Verwaltung der Jobcenter, beispielsweise für Personalkosten, verwendet und damit zweckentfremdet.

Die Umschichtungsbeträge für 2017 wurden jedoch noch nicht veröffentlicht.

Ausführliche Informationen zu diesem Thema finden Sie im Arbeitsmarkt-Report Hessen 09/2018.

Monatliche Übersicht über beschäftigungspolitische Maßnahmen in Hessen

Darüber hinaus enthält der Report jeden Monat Übersichten über den Bestand an TeilnehmerInnen in ausgewählten arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen in den hessischen Kommunen, getrennt nach der Kostenträgerschaft im SGB III und SGB II.

Der Arbeitsmarkt-Report Hessen wird vom Institut für Sozialpolitik und Arbeitsmarktforschung (ISAM) der Hochschule Koblenz für die LAG Arbeit in Hessen e.V. erstellt.

Foto: (c) Wrangler / Fotolia.de

Arbeitsmarkt-Report Hessen 06/2018

Jeder zehnte Arbeitslosengeldempfänger in Hessen muss mit Leistungen aus der Grundsicherung aufstocken

Der Arbeitsmarkt-Report Hessen betrachtet diesen Monat in seinem Schwerpunkt die Zahl der „Aufstocker“.

Arbeitslosengeld I (ALG I) ist eine Versicherungsleistung. Arbeitgeber und Arbeitnehmer zahlen Beträge zur Arbeitslosenversicherung. Im Fall eintretender Arbeitslosigkeit erhält der Arbeitslose dann maximal für 24 Monate 60 Prozent des letzten Nettogehalts. Liegt dieser Betrag unter dem
Existenzminimum, können Arbeitslosengeldempfänger aufstockendes Arbeitslosengeld II (ALG II, umgangssprachlich Hartz IV“) beantragen.

In Hessen gab es im Jahr 2017 knapp 5.200 Doppelbezieher von Arbeitslosengeld I und Arbeitslosengeld II. Somit bezog in diesem Zeitraum fast jeder zehnte Empfänger von Arbeitslosengeld I zusätzlich Arbeitslosengeld II.

Der Doppelbezug ist in den letzten vier Jahren leicht rückläufig. Gründe dafür könnten Zuwächse in der Vollzeitbeschäftigung oder gestiegene Löhne im Niedriglohnbereich aufgrund der Einführung des Mindestlohns sein. Umgekehrt ist aber auch denkbar, dass prekäre Arbeitsverhältnisse mit kurzen Beschäftigungszeiten dazu führen, dass viele vormals Beschäftigte erst gar keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld I erwerben können.

Ausführliche Informationen zu diesem Thema finden Sie im Arbeitsmarkt-Report Hessen 06/2018.

Monatliche Übersicht über beschäftigungspolitische Maßnahmen in Hessen

Darüber hinaus enthält der Report jeden Monat Übersichten über den Bestand an TeilnehmerInnen in ausgewählten arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen in den hessischen Kommunen, getrennt nach der Kostenträgerschaft im SGB III und SGB II.

Der Arbeitsmarkt-Report Hessen wird vom Institut für Sozialpolitik und Arbeitsmarktforschung (ISAM) der Hochschule Koblenz für die LAG Arbeit in Hessen e.V. erstellt.

Foto: (c) Wrangler / Fotolia.de

 

Arbeitsmarkt-Report Hessen 02/2018 – Die häufigsten Gründe für Sanktionen im SGB II

Der Arbeitsmarkt-Report Hessen betrachtet diesen Monat in seinem Schwerpunkt die Gründe für Sanktionen gegenüber Empfängern von Arbeitslosengeld II in Hessen.

Mehr als zwei Drittel der Sanktionen wurden auf Grund von Termin- bzw. Meldeversäumnissen verhängt.

Deutlich seltener waren Ablehnung von Jobangeboten oder mangelnde Eigeninitiative bei der Jobsuche die Ursache einer Sanktion. Nur jede achte Sanktion wurde ausgesprochen, weil Empfänger von Arbeitslosengeld II sich weigerten, eine Arbeit, Ausbildung oder Maßnahme aufzunehmen oder fortzuführen. 11,9 Prozent der Sanktionen wurden aufgrund eines Verstoß gegen die Eingliederungsvereinbarung verhängt.

In 4,6 Prozent der Fälle waren „Sonstige Gründe“ Anlass für die Sanktion. Hierzu zählen beispielsweise die absichtliche Verminderung von Einkommen und Vermögen oder unwirtschaftliches Verhalten des Leistungsempfängers.

Weitere ausführliche Informationen zu diesem Thema erhalten Sie im Arbeitsmarktreport Hessen 02/2018

Monatliche Übersicht über beschäftigungspolitische Maßnahmen in Hessen

Darüber hinaus enthält der Report jeden Monat Übersichten über den Bestand an TeilnehmerInnen in ausgewählten arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen in den hessischen Kommunen, getrennt nach der Kostenträgerschaft im SGB III und SGB II.

Der Arbeitsmarkt-Report Hessen wird vom Institut für Sozialpolitik und Arbeitsmarktforschung (ISAM) der Hochschule Koblenz für die LAG Arbeit in Hessen e.V. erstellt.

Foto: (c) Wrangler / Fotolia.de

Fortbildung: Integrierte Schuldnerberatung – Erste Hilfe und Krisenintervention für verschuldete Arbeitssuchende

Wann: 26.04.2018, 09:00 bis 16:00 Uhr
Wo: GAB Limburg – Weilburg, Im Schlenkert 14, 65549 Limburg


Fortbildung: Integrierte Schuldnerberatung – Erste Hilfe und Krisenintervention für verschuldete Arbeitssuchende

Arbeitslosigkeit, besonders über einen längeren Zeitraum, bedeutet für viele Betroffene, dass ihr Geld auch für alltägliche Ausgaben wie Miete, Heizung, Telefon und Fernsehen nicht reicht. Deshalb sind TeilnehmerInnen von arbeitsintegrativen Maßnahmen häufig von Schulden und den Auswirkungen von Vollstreckung und Pfändung betroffen.

Eine frühzeitige und möglichst niedrigschwellige Hilfe kann von den Ansprechpartnern in den Maßnahmen geleistet werden. Wegen dem oftmals vorhandenen Vertrauensvorschuss kann es den Ersthelfern in den Arbeitsmarktprojekten schnell gelingen in die Problemstruktur vorzudringen.

Der Umgang mit Existenz gefährdenden Schulden (Miete und Strom), Schuldnerschutz bei Vollstreckungen der Staatsanwaltschaft, Schuldnerschutz bei Vollstreckungen und Pfändungen privater Gläubiger, Einrichtung eines Pfändungsschutzkontos, Pfändungsschutz bei Arbeitseinkommen und weitere Hilfestellungen sind Inhalte der Fortbildung.

Es wird eine kurze Übersicht über das Verbraucherinsolvenzverfahren angeboten.

Hier finden Sie ausführliche Informationen und die Anmeldung

 Inhalte der Fortbildung:
  • Was ist der Unterschied zwischen Ver- und Überschuldung?
  • Wie entsteht Überschuldung?
  • Zahlungsverpflichtungen und Schulden aus verschiedenen Bereichen (Miete, Energie, Geldstrafen- und Bußen, Internet, Banken, Telekommunikation, Finanzamt, etc.)
  • Das vereinfachte Mahnverfahren
  • Pfändung und Zwangsvollstreckung
  • Existenzsicherung
  • Pfändungsschutz
  • Regulierungsmöglichkeiten
  • Kurzer Einblick in das Verbraucherinsolvenzverfahren
Trainer:

Beraterinnen und Berater der Schuldner- und Insolvenzberatung der GAB Limburg – Weilburg

Hier finden Sie ausführliche Informationen und die Anmeldung