CORONA-Pandemie: Zuweisung der Jobcenter in arbeitsmarkt-politische Fördermaßnahmen wieder deutlich unter Vorjahresniveau

Als Folge des ersten Lockdowns ist im Frühjahr diesen Jahres die Eingliederung von SGB-II-Empfängern durch die Jobcenter massiv eingebrochen. So wurden im Mai 2020 etwa 77 Prozent weniger Menschen in Fördermaßnahmen vermittelt als im Mai 2019. (Ausführlich hierzu der Arbeitsmarkt-Report Hessen 06/2020)

Über den Sommer ist die Eingliederungstätigkeit der Jobcenter leicht gestiegen (Juli 2020 wurden in Hessen 7763 SGB-2-Empfänger in Fördermaßnahmen vermittelt gegenüber 11.689 im Juli 2019. Im September gab es dann einen deutlichen Anstieg der Eingliederungstätigkeit (11.659 Zuweisungen in Förderinstrumente im September 2020 gegenüber 14.457 im September 2019.)

Im Oktober 2020 ist jedoch die Eingliederungstätigkeit wieder dramatisch gesunken

Nach aktuellen Zahlen wurden im Oktober 2020 in Hessen nur 7921 Langzeitarbeitslose in Fördermaßnahmen des SGB-II vermittelt. Das sind 41,45 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Dort gab es 13.528 Vermittlungen in Fördermaßahmen (Alle Daten zur Eingliederungstätigkeit in Hessen sind der Statistik der Bundesagentur für Arbeit: „Arbeitsmarktpolitische Instrumente“ (Zeitreihen Monatszahlen), Nürnberg Oktober 2020 entnommen.

Die gemeinnützigen Bildungs- und Beschäftigungsträger in Hessen stehen mit ihren Projekten bereit, unter Einhaltung der Hygienepläne auch in diesen Zeiten langzeitarbeitslose Menschen auf ihrem Weg in den Arbeitsmarkt zu begleiten – aktuell kommen aber durch die geringe Zuweisungstätigkeit der Jobcenter und Arbeitsagenturen nur wenige Menschen in den Projekten an.

Arbeitsmarkt-Report Hessen

CORONA-Krise bringt arbeitsmarktpolitische Fördermaßnahmen zum Erliegen

Zuweisungen in Förderung Hessen
Quelle: Arbeitsmarkt-Report Hessen 06/2020 aus Daten der Bundesagentur für Arbeit, Arbeitsmarktpolitische Instrumente – Deutschland, West/Ost, Länder, Kreise, Regionaldirektionen, Agenturen für Arbeit (Zeitreihe Monatszahlen) – Hessen, Mai 2020

Die Corona-Pandemie hat massive Auswirkungen auf die Zuweisungen in arbeitsmarktpolitische Fördermaßnahmen, wie aus der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) hervorgeht. Hier finden Sie den ausführlichen Arbeitsmarkt-Report Hessen 06/2020, der schwerpunktmäßig die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die arbeitsmarktpolitischen Fördermaßnahmen behandelt.

Die Zugänge sind von Februar bis Mai 2020 um 69 Prozent – also mehr als zwei Drittel – gesunken.

Im gesamten Bundesland Hessen gab es im Mai 2020 knapp 6.300 Zuweisungen in arbeitsmarktpolitische Fördermaßnahmen. Davon entfielen rund 3.300 auf den Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III) und knapp 3.000 auf den Bereich der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II, umgangssprachlich „Hartz IV“).

Die Zuweisungen im Mai 2020 lagen somit auch weit unter den neuen Förderungen im Vorjahr. Am stärksten war der Einbruch im SGB II. Die Zugänge im Mai 2020 betrugen nicht mal ein Viertel der Zugänge im Mai 2019.

Im SGB III lagen die Zugangszahlen aus Mai 2020 hingegen „nur“ 52 Prozent unter den Werten des Vorjahresmonats.

Hier finden Sie den Arbeitsmarkt-Report Hessen 6/2020. Der Report wird im Auftrag der LAG Arbeit in Hessen e.V. durch das Institut für Sozialpolitik und Arbeitsmarktforschung der Hochschule Koblenz (ISAM) erstellt. Diese Ausgabe behandelt schwerpunktmäßig die Fördermaßnahmen in der Corona-Pandemie.

Arbeitsmarkt-Report Hessen 05/2020

Arbeitsmarkt-Report Hessen 04/2020

Geflüchtete Frauen werden vermehrt durch Arbeitsmarktpolitik gefördert – Teilnahmeplätze sollten aber weiter erhöht werden

Hier finden Sie den Arbeitsmarkt-Report Hessen 4/2020.

Der Report wird im Auftrag der LAG Arbeit in Hessen e.V. durch das Institut für Sozialpolitik und Arbeitsmarktforschung der Hochschule Koblenz (ISAM) erstellt. Diese Ausgabe behandelt schwerpunktmäßig die Entwicklung der Erwerbstätigkeit von geflüchteten Frauen in Hessen und in welchem Maße sie durch die Arbeitsmarktpolitik gefördert werden.