Fortbildung: Rechentest mathematische Basiskompetenz (RTMB) für Flüchtlinge – Einführung, Schulung und Software

Termin: 07.12.2018, 10:00 Uhr- 14:00 Uhr
Ort: GWAB, Westendstr. 15, 35578 Wetzlar


Fortbildung: Rechentest mathematische Basiskompetenz (RTMB) für Flüchtlinge –
Einführung, Schulung und Software

Der Rechentest RTMB ist eine Weiterentwicklung des altbewährten und vielfach genutzten, normierten Rechentest RTBS (Rechentest Berufsschule). Er wurde sprachlich entlastet und setzt vom Niveau her unter dem Hauptschulabschluss an.

Die Fortbildung ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist notwendig. Hier geht es zur Anmeldung über unser Buchungssystem. 

Das neu entwickelte Testverfahren RTMB wurde von Robert Hinze, der den RTBS seinerzeit entwickelt hat, in Kooperation mit der GWAB und der Justus-Liebig Universität Gießen an die Voraussetzungen von Flüchtlingen in der Berufsvorbereitung angepasst. Während der RTBS die mathematischen Eingangskenntnisse von Berufsschülern mit den mathematischen Anforderungen verschiedener Berufe vergleicht und Hinweise auf fehlendes Wissen aufzeigt, können mit dem RMTB  die mathematische Basiskompetenzen in der Berufsvorbereitung und insbesondere von Geflüchteten diagnostiziert werden.

Wie beim RTBS können von den Testergebnissen direkt passgenaue Förderangebote abgeleitet werden. Das Fortbildungsangebot umfasst eine Einführung in das Testverfahren sowie die Erprobung der Auswertung. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten darüber hinaus kostenfrei die entsprechende Software.

Inhalte

  • Einführung in das Mathematik-Diagnostik-Verfahrens RTMB für die Berufsvorbereitung
  • Schulung und Anwendung der Software
  • Beherrschung des Auswertungstools
  • Interpretation der Ergebnisse für einen passgenauen Unterricht bzw. eine passgenaue, motivierende Förderung

Methoden

Medienunterstützte Inputs und Präsentationen, Schulung am Test und dem Auswertungstool, eigene Erprobung des Tests und des Auswertungstools, Testheft und Auswertungstool werden bereitgestellt.

Trainer

Robert Hinze, Entwickler des Rechentest mathematische Basiskompetenz RTMB und des Rechentests Berufsschule RTBS, Lehrer an der Theodor-Litt-Schule in Gießen

Die Fortbildung ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist notwendig. Hier geht es zur Anmeldung über unser Buchungssystem. 

Arbeitsmarkt-Report 09/2018: Eingliederungsmittel für Arbeitsmarktförderung stagnieren trotz höherer Budgets der Jobcenter

Der Arbeitsmarkt-Report 09/2018 betrachtet in seinem Schwerpunkt die Ausschöpfung der Eingliederungsmittel durch die Jobcenter in Hessen.

Die Ausschöpfung der Eingliederungsmittel stagniert trotz höherem Budget

Der Bund weist den Jobcentern jährlich ein Budget zu, das zur Finanzierung arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen wie zum Beispiel
Qualifizierungsmaßnahmen oder Ein-Euro-Jobs verwendet werden soll.

Das Budget der Jobcenter in Hessen wurde 2017 auf 249 Millionen Euro erhöht und ist damit zum vierten Mal in Folge angestiegen. Insgesamt gaben die Jobcenter in Hessen aber nur rund 187 Millionen Euro für Arbeitsförderung aus.

Damit wurden knapp 62 Millionen Euro nicht für den eigentlichen Zweck der Förderung von Leistungsempfängern der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II bzw. „Hartz IV“) verwendet.

Ein Viertel der Eingliederungsmittel wurden nicht für den
ursprünglich vorhergesehenen Zweck verwendet. Die Ausschöpfungsquote stagniert damit im zweiten Jahr in Folge auf einem historischen Tiefstand.

Grundsätzlich mangelt es nicht an ausreichend Förderkandidaten. Allerdings nahm 2017 in Hessen nicht einmal jeder zehnte der rund 303.000 Leistungsempfänger des SGB II im erwerbsfähigen Alter an einer arbeitsmarktpolitischen Maßnahme teil.

Jedes Jahr wird ein Teil der Gelder von den Jobcentern umgeschichtet und statt für arbeitsmarktpolitische Förderung für die Verwaltung der Jobcenter, beispielsweise für Personalkosten, verwendet und damit zweckentfremdet.

Die Umschichtungsbeträge für 2017 wurden jedoch noch nicht veröffentlicht.

Ausführliche Informationen zu diesem Thema finden Sie im Arbeitsmarkt-Report Hessen 09/2018.

Monatliche Übersicht über beschäftigungspolitische Maßnahmen in Hessen

Darüber hinaus enthält der Report jeden Monat Übersichten über den Bestand an TeilnehmerInnen in ausgewählten arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen in den hessischen Kommunen, getrennt nach der Kostenträgerschaft im SGB III und SGB II.

Der Arbeitsmarkt-Report Hessen wird vom Institut für Sozialpolitik und Arbeitsmarktforschung (ISAM) der Hochschule Koblenz für die LAG Arbeit in Hessen e.V. erstellt.

Foto: (c) Wrangler / Fotolia.de

Fachforum: Psychisch krank – arbeitslos – auf dem Abstellgleis? Wirksame psychosoziale Betreuung auf dem Weg in Arbeit

Termin: 3. Dezember 2018
Uhrzeit: 12:00 Uhr – 17:00 Uhr
Tagungsort: Johanniter-Hotel, Hoch-Weiseler Weg 1a, 35510 Butzbach
Anmeldung: bis 23. November 2018 hier über unser Buchungssystem


Psychisch krank – arbeitslos – auf dem Abstellgleis? Wirksame psychosoziale Betreuung auf dem Weg in Arbeit

Viele Langzeitarbeitslose leiden unter psychischen Erkrankungen. Bezogen auf ein Jahr, wird bei einem Drittel der SGB-II-Leistungsbeziehenden eine psychische Erkrankung diagnostiziert (IAB-Forschungs-bericht 12/2013). Die Stiftung Deutsche Depressionshilfe spricht davon, dass psychische Erkrankungen „das wohl größte beseitigbare Vermittlungshemmnis in den Arbeitsmarkt“ darstellen. Häufig werden diese jedoch nicht erkannt und nicht leitliniengerecht behandelt.


Hier finden Sie das ausführliche Programm des Fachforums
Hier geht es direkt zur Anmeldung über unser Buchungssystem


Es ist fachlich unumstritten, dass sich Arbeit positiv auf den Prozess der Stabilisierung von psychisch Erkrankten auswirkt. Trotzdem gibt es kaum konkret auf diese Zielgruppe zugeschnittene Förder-maßnahmen für SGB-II-Leistungsberechtigte

Welche Netzwerk-Strukturen zwischen Jobcentern, diagnostischen Stellen und behandelnden TherapeutInnen geschaffen werden sollten, um den Betroffenen eine Diagnose und angemessene Behandlung zu ermöglichen? Wie sollen Förderangebote für die Wiedereingliederung von psychisch erkrankten gestaltet werden? Wie sollten sich MitarbeiterInnen der Maßnahmeträger und der Jobcenter weiterbilden, um psychische Erkrankungen zu erkennen? Wie muss die Zusammenarbeit zwischen Jobcentern, medizinischem Personal und Beschäftigungsförderung gestaltet werden? Diese Fragen möchten wir mit Ihnen und den ReferentInnen erörtern.

Themen und ReferentInnen des Fachforums:

  • Psychisch Kranke im SGB II: Situation und Betreuung
    Dr. Peter Kupka, Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB)
  • Situation in Hessen: Jobcenter und Beratungsstellen – Zusammenarbeit bei psychosozialen Problemen
    Birgit Wagner, Institut für Wirtschaft, Arbeit und Kultur,
    Zentrum der Goethe-Universität Frankfurt am Main (IWAK)
  • Das psychosoziale Coaching – Ein Angebot zur Verbesserung der psychischen Gesundheit und dem Abbau von Vermittlungshemmnissen
    Iris Alt, Stiftung Deutsche Depressionshilfe, Leipzig
  • Fachaustausch mit Iris Alt, Dr. Peter Kupka, Michael Müller-Puhlmann (Hessisches Ministerium für Soziales und Integration), Birgit Wagner und den Teilnehmenden

Hier finden Sie das ausführliche Programm des Fachforums
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Für Fahrservice ab Bahnhof Butzbach bitte Mail an info@lag-arbeit-hessen.de

Unsere Positionen zum Entwurf des Teilhabechancengesetzes der Bundesregierung

Positionspapier des Bundesnetzwerkes für Arbeit und soziale Teilhabe zum Gesetzentwurf „Sozialer Arbeitsmarkt für Alle“

Trotz Rekordbeschäftigung in Deutschland sind immer noch knapp 800.000 Menschen  langzeitarbeitslos.

Die LAG Arbeit in Hessen begrüßt die Zielsetzung des Teilhabechancengesetzes, das der Bundestag letzte Woche in erster Lesung beraten hat, Menschen, die seit vielen Jahren von Arbeitslosigkeit betroffen sind, eine Perspektive auf dem  Arbeitsmarkt zu eröffnen. 

Auch wir sind davon überzeugt, dass intensive Betreuung und individuelle Beratung einerseits und vermehrte Beschäftigungsoptionen auf dem allgemeinen oder sozialen Arbeitsmarkt andererseits, angeboten werden sollen.

Bei einigen Aspekten des Gesetzesentwurfes sehen wir noch Handlungsbedarf. Unsere Forderungen haben wir in einem gemeinsamen Positionspapier zum Gesetzesentwurf der Bundesregierung Teilhabechancengesetz des Bundesnetzwerkes für Arbeit und soziale Teilhabe formuliert. Hier finden Sie zusätzlich eine Kurzfassung des Positionspapieres.

Bundesnetzwerk für Arbeit und soziale Teilhabe

Das Bundesnetzwerk für Arbeit und soziale Teilhabe ist ein Verbund von rund 300 arbeitsmarktlichen Organisationen bzw. Sozialunternehmen in 13 Landesverbänden und Arbeitsgemeinschaften. Die Praktiker in den Organisationen verfügen über jahrelange Erkenntnisse im Umgang mit arbeitslosen Menschen bei der Umsetzung von Angeboten im Bereich Aktivierung, Ausbildung, Weiterbildung und Beschäftigung.

 

Ansprechpartnerinnen:

Kerstin Gerbig
Miriam Hedtmann
LAG Arbeit in Hessen e.V.
Mainzer Landstraße 405
60326 Frankfurt am Main
info@lag-arbeit-hessen.de
Tel.: 069-97319400