Fortbildung: Einfache und Leichte Sprache – Informationen leicht verständlich gestalten

Termin: 26./27.11.2018, 09:30 – 17:00 Uhr
Ort: LQB², Mainzer Landstr. 405, 60326 Frankfurt am Main
Anmeldung

Ungefähr 15 Prozent der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland können nur unzureichend lesen.

Hinzu kommt aktuell eine Vielzahl von Menschen mit Migrations- oder Fluchthintergrund, die (noch) über geringe Deutschkenntnisse verfügen. Lange Sätze, unbekannte Begriffe oder Fremdwörter sowie komplizierte Formulierungen sind für diese Menschen schwer zu lesen und werden nicht selten zu unüberwindbaren Barrieren.

Einfache Sprache und Leichte Sprache zeichnen sich durch kurze und verständliche Sätze mit einem einfachen Wortschatz aus.

Dadurch wird unterschiedlichsten Menschen das selbstständige Lesen und Verstehen von Texten und damit der eigenständige Zugang zu wichtigen Informationen ermöglicht.

In diesem Seminar werden die wichtigsten Grundlagen der Einfachen und der Leichten Sprache vermittelt.

Anhand von praktischen Beispielen lernen die Teilnehmenden, eigene Texte (um-) zu schreiben und leicht verständlich zu gestalten. Von einem Prüfer für Leichte Sprache werden die geschriebenen Texte auf ihre Verständlichkeit geprüft. Die Teilnehmenden erhalten somit unmittelbar ein wertvolles Feedback eines potentiellen Nutzers von Einfacher und Leichter Sprache.

Hier finden Sie weitere Informationen und kommen direkt zur Anmeldung

Inhalte
  • Grundlagen der Einfachen und Leichten Sprache
  • Informationen zu Rechten und Gesetzen in Bezug auf Leichte Sprache
  • Die wichtigsten Regeln für Leichte Sprache
  • Übungen für zum Schreiben und Gestalten von Texten in Leichter und Einfacher Sprache
  • Beratung zu Umsetzungsmöglichkeiten in den Arbeitskontexten der Teilnehmenden
Methoden

Medienunterstützte Inputs und Präsentationen, unterschiedliche Formen von Einzel- und Gruppenarbeit. Die Teilnehmenden können eigene Texte (z.B. Flyer, Informationsblätter, Homepage-Auszüge) mitbringen, mit denen innerhalb der Fortbildung gearbeitet wird.

Trainer

Henrik Nolte ist Diplom-Sozialpädagoge. Das Konzept Leichte Sprache hat er vor über 10 Jahren kennengelernt und beschäftigt sich seitdem damit, es weiter zu entwickeln und bekannt zu machen. Seit 5 Jahren arbeitet Herr Nolte als Fachreferent im Zentrum für Leichte Sprache der Lebenshilfe Hessen e.V. und ist dort u.a. für Fortbildungen zum Thema sowie Übersetzungen in Leichte Sprache zuständig. Zudem begleitet er eine Prüfgruppe für Leichte Sprache, die Texte auf Lesbarkeit und Verständlichkeit prüft.

Belgeitet wird Herr Nolte von einem Mitglied dieser Prüfgruppe, dass innerhalb der Fortbildung als Co-Referent, Selbstvertreter und Prüfer für Leichte Sprache tätig sein wird.

Hier finden Sie weitere Informationen und kommen direkt zur Anmeldung

 

Fortbildung: Wirksam gegen Diskriminierung am Arbeitsplatz

Wirksam gegen Diskriminierung am Arbeitsplatz – Fallanalysen und Handlungsempfehlungen für BeraterInnen, FachanleiterInnen und PädagogInnen

Termin: 18.10.2018, 09:30 – 17:00 Uhr
Ort: Faprik, Mainzer Landstr. 405, 60326 Frankfurt


Hier finden Sie ausführliche Informationen und kommen direkt zur Anmeldung

Haben Sie selbst Diskriminierung erfahren oder gegenüber Ihren KollegInnen und TeilnehmerInnen am Arbeitsplatz erlebt?

Vielfalt ist in der Arbeitswelt längst gelebte Realität. Anerkennung, Respekt und gegenseitiges Verständnis sind Kernkompetenzen für ein produktives Miteinander, für Auszubildende genauso wie für ihre AusbilderInnen und Leitungskräfte. Dennoch gehören rassistische Beleidigungen, sexistische Kommentare oder homosexuellenfeindliche Sprüche für Viele zum Alltag. Diskriminierung und menschenfeindliche Abwertungen belasten das Miteinander und können in manchen Fällen bis hin zum Abbruch des Arbeits- oder Ausbildungsverhältnisses führen.

In dieser Fortbildung wollen wir Sie dabei unterstützen, einen qualifizierten Umgang mit Fällen von Diskriminierung zu finden. Neben der Wissensvermittlung geht es auch um die Frage, wie Sie in konkreten Situationen handeln können und wie Sie sich selbst und andere Betroffene in Ihrem Arbeitsumfeld vor Diskriminierung schützen können.

Inhalte

  • Eigener Zugang zum Thema Diskriminierung
  • Erscheinungsformen von Diskriminierung
  • Auseinandersetzung mit aktuellen Debatten und eigenen Bildern
  • Reflexion von eigener Haltung und Positionierung
  • Fallanalysen
  • Entwicklung von Interventionsmöglichkeiten für die konkrete Praxis
  • Handlungsempfehlungen

Methoden

Interaktive Übungen, unterschiedliche Formen von Gruppenarbeit und Inputs. Die Teilnehmenden können ihre persönlichen Fragen und Fallbeispiele für die Fallanalyse einbringen.

Trainerin

Annette Lorenz  studierte Soziale Arbeit und Interkulturelle Bildung, Migration und Mehrsprachigkeit. Sie hat langjährige Erfahrungen in der Kinder- und Jugendhilfe. Zuletzt leitete sie eine stationäre Jugendhilfe für unbegleitete, minderjährige Geflüchtete. Seit 2017 ist sie Bildungsreferentin der Bildungsstätte Anne Frank mit dem Arbeitsschwerpunkt Politische Bildung in der Arbeitswelt.

Hier kommen Sie zur Anmeldung

LAG-Fortbildung: Wirksam gegen Diskriminierung am Arbeitsplatz“ (PDF-Dokument)

Unsere Positionen zum geplanten Teilhabechancengesetz

Die LAG Arbeit in Hessen begrüßt die Zielrichtung des im Koalitionsvertrag geplanten neuen Regelinstrumentes „Teilhabe für Alle“.  Um tatsächlich möglichst viele Langzeitarbeitslose wieder in Lohn und Brot zu bringen, dürfen die bürokratischen Hürden für eine Teilnahme jedoch nicht zu hoch sein. Die Tätigkeiten sollten arbeitsmarktnah sein  und eine fachliche Betreuung der Langzeitarbeitslosen vor Ort muss auskömmlich finanziert werden.

In einem gemeinsamen Positionspapier des Bundesnetzwerkes für Arbeit und soziale Teilhabe zum Referentenentwurf / Teilhabechancengesetz vom 11.06.2018  haben wir unsere fachlichen Empfehlungen und politischen Positionen  zusammengefasst.

Das Bundesnetzwerk für Arbeit und soziale Teilhabe ist ein Verbund von mittlerweile mehr als 330 arbeitsmarktlichen Organisationen bzw. Sozialunternehmen in Landesverbänden und Arbeitsgemeinschaften aus Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Thüringen. Die Praktiker in den Organisationen entwickeln seit vielen Jahren ihre Erkenntnisse im Umgang mit arbeitslosen Menschen bei der Umsetzung von Angeboten im Bereich Aktivierung, Ausbildung, Weiterbildung und Beschäftigung.

Ansprechpartnerin:
Kerstin Gerbig
LAG Arbeit in Hessen e.V.
Mainzer Landstraße 405
60326 Frankfurt am Main
info@lag-arbeit-hessen.de
Tel.: 069-97319400

 

Arbeitsmarkt-Report Hessen 06/2018

Jeder zehnte Arbeitslosengeldempfänger in Hessen muss mit Leistungen aus der Grundsicherung aufstocken

Der Arbeitsmarkt-Report Hessen betrachtet diesen Monat in seinem Schwerpunkt die Zahl der „Aufstocker“.

Arbeitslosengeld I (ALG I) ist eine Versicherungsleistung. Arbeitgeber und Arbeitnehmer zahlen Beträge zur Arbeitslosenversicherung. Im Fall eintretender Arbeitslosigkeit erhält der Arbeitslose dann maximal für 24 Monate 60 Prozent des letzten Nettogehalts. Liegt dieser Betrag unter dem
Existenzminimum, können Arbeitslosengeldempfänger aufstockendes Arbeitslosengeld II (ALG II, umgangssprachlich Hartz IV“) beantragen.

In Hessen gab es im Jahr 2017 knapp 5.200 Doppelbezieher von Arbeitslosengeld I und Arbeitslosengeld II. Somit bezog in diesem Zeitraum fast jeder zehnte Empfänger von Arbeitslosengeld I zusätzlich Arbeitslosengeld II.

Der Doppelbezug ist in den letzten vier Jahren leicht rückläufig. Gründe dafür könnten Zuwächse in der Vollzeitbeschäftigung oder gestiegene Löhne im Niedriglohnbereich aufgrund der Einführung des Mindestlohns sein. Umgekehrt ist aber auch denkbar, dass prekäre Arbeitsverhältnisse mit kurzen Beschäftigungszeiten dazu führen, dass viele vormals Beschäftigte erst gar keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld I erwerben können.

Ausführliche Informationen zu diesem Thema finden Sie im Arbeitsmarkt-Report Hessen 06/2018.

Monatliche Übersicht über beschäftigungspolitische Maßnahmen in Hessen

Darüber hinaus enthält der Report jeden Monat Übersichten über den Bestand an TeilnehmerInnen in ausgewählten arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen in den hessischen Kommunen, getrennt nach der Kostenträgerschaft im SGB III und SGB II.

Der Arbeitsmarkt-Report Hessen wird vom Institut für Sozialpolitik und Arbeitsmarktforschung (ISAM) der Hochschule Koblenz für die LAG Arbeit in Hessen e.V. erstellt.

Foto: (c) Wrangler / Fotolia.de