Wir suchen laufend Referent*Innen für Fortbildungen der LAG Arbeit in Hessen

für unser Fortbildungsprogramm, dass sich an Mitarbeiter*Innen in der Arbeitsförderung richtet, suchen wir laufend Referent*Innen. 

Möchten Sie als Referent*In in den Themengebieten Beratung, Migration, öffentliche Fördermittel, Pädagogik, Personalwesen, Psychologie, Sozialraumorientierung, Vermittlung, Verwaltung, u.A. für uns arbeiten? Möchten Sie uns Fortbildungs-Ideen, bzw. -Konzepte für aktuelle Themen der Arbeitsförderung anbieten? 

Dann nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf unter Tel. 069-973194-00 oder per Email an info@lag-arbeit-hessen.de 

Gerne können Sie sich auch mit zukunftsweisenden Fortbildungskonzepten, die nicht unter die o.g. Stichworte fallen an uns wenden. 

Aktuell suchen wir darüber hinaus Referent*Innen für die Bereiche Einsatz digitaler Medien in der Arbeitsförderung und Digitales und Frauen. 

Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

Miriam Hedtmann
Leitung der Geschäftsstelle

Tel.: 069-973194-00
info@lag-arbeit-hessen.de


Hessen schafft wenig neue Arbeitsplätze für Langzeitarbeitslose – Sozialbetriebe ziehen Bilanz zu Teilhabechancengesetz



Zum 1. Januar 2019 trat das Teilhabechancengesetz (§16i und 16e SGB II) in Kraft. Bundesweist sollten damit die im Koalitionsvertrag angekündigte 150.000 sozialversicherungspflichtigen Stellen für langzeitarbeitslose Menschen geschaffen werden. Ein Jahr nach Inkrafttreten des Gesetzes fällt die Bilanz ernüchternd aus. Als Teil des Bundesnetzwerkes für Arbeit und soziale Teilhabe fordert die LAG Arbeit in Hessen eine engagiertere Umsetzung des Teilhabechancengesetzes in Hessen.

Hessen und Hamburg sind Schlusslicht

Teilnehmende nach Bundesländern
Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Arbeitsmarkt Kompakt „Teilhabechancen auf dem allgemeinen und sozialen Arbeitsmarkt nach §§ 16e und 16i SGB II“ (Januar 2020), S. 5

Das Engagement von Ländern, Kommunen und Jobcentern ist bislang sehr unterschiedlich. In Hessen wurden erst 1300 Arbeitsplätze über das Teilhabechancengesetz geschaffen. In Nordrhein-Westfalen dagegen bereits 11.100 Plätze (Stand Januar 2020). Vergleicht man die Zahl der Teilnehmendenplätze mit der Zahl der Langzeitleistungsbeziehenden liegen Hessen und Hamburg hinten.

Viele geförderte Arbeitsplätze aus Vorläuferprogrammen sind 2019 ausgelaufen

Parallel zum Aufbau des Programms „Teilhabe am Arbeitsmarkt“ sind viele schon vorhandene geförderte Arbeitsplätze weggefallen. Im Saldo bleibt bundesweit ein Plus von nur knapp 14.000 zusätzlichen geförderten sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen. Dies sind weniger als 10% der Zielzahl!

Die meisten Plätze mit Förderung nach §16i wurden bundesweit bei Sozialbetrieben geschaffen

Ein Großteil der Arbeitsplätze entstand nicht bei Arbeitgebern des „ersten Arbeitsmarktes“ sondern bei Sozialbetrieben. Auch wenn die Statistik der Bundesagentur für Arbeit dies anders ausweist. Gemeinnützige Sozialbetriebe werden den „privaten Arbeitgebern“ zugeordnet- hier wird Verschleierung betrieben, die große Leistung der Beschäftigungsträger wird kleingeredet.

Die Anforderungen in den Betrieben des ersten 1. Arbeitsmarktes schließen eine Vielzahl von Menschen aus, die nach langjähriger Erwerbslosigkeit und mit persönlichen Handicaps dort nicht mithalten können aber arbeiten wollen.

Gemeinwesen-Projekte schaffen sinnvolle Arbeit, aber sie erwirtschaften kaum Erlöse – deshalb benötigen sie eine Ko-Finanzierung

Für viele Langzeitarbeitslose sind Arbeitsplätze bei gemeinnützigen Projekten die Chance auf Teilhabe. In unseren gemeinnützigen Organisationen mit Gemeinwesen- und Stadtteilprojekten und Zweckbetrieben, z.B. im Recycling oder der Schulverpflegung haben je nach Region bis zu 80 Prozent eine Arbeit gefunden. Als Sozialbetriebe benötigen wir jedoch eine Ko-Finanzierung. Unsere Erlösmöglichkeiten im sozialen Bereich sind gering oder wie in Gemeinwesen-Projekten überhaupt nicht vorhanden.

Forderungen des Bundesnetzwerkes für Arbeit und Soziale Teilhabe

Millionen Euro wurden von den Jobcentern nicht oder nicht für zusätzliche Arbeitsplätze ausgegeben! Das Erreichte ist bislang nur ein „Tropfen auf den heißen Stein“! 540.000 Menschen warten bundesweit noch darauf, einen Beitrag für das Gemeinwesen zu leisten. Als Teil des Bundesnetzwerkes für Arbeit und Soziale Teilhabe fordert die LAG Arbeit in Hessen:

  • Übernahme der vollständigen Arbeitsplatz- und Assistenzkosten für kommunale und soziale Dienstleistungen!
  • Zweckbindung der für § 16i vorgesehenen Eingliederungsmittel!
  • STOPP der gegenseitigen Deckungsfähigkeit von Eingliederungs- und Verwaltungshaushalt, d.h. keine Steigerung der Verwaltungskosten zu Lasten der Eingliederungsmittel!

Hier finden das Positionspapier „Teilhabechancengesetz in Hessen engagierter umsetzen“ der LAG Arbeit in Hessen vom 17.02.2020 als PDF-Dokument

Auf dem Fachtag „Theorie meets Praxis – Ein Jahr 16i“ des Bundesnetzwerkes für Arbeit und soziale Teilhabe in Hamburg zogen im Januar 2020 Fachleute der Arbeitsförderung Bilanz. Hier finden Sie die Tagungsunterlagen:

Kontakt:
Kerstin Gerbig (Vorsitzende)
Tel.: 0176-56576280

Miriam Hedtmann (Leitung der Geschäftsstelle)
Tel.: 069-973194-00

info@lag-arbeit-hessen.de
LAG Arbeit in Hessen e.V.
Mainzer Landstr. 405
60326 Frankfurt

Zum Bundesnetzwerk für Arbeit und soziale Teilhabe: Das Bundesnetzwerk für Arbeit und soziale Teilhabe ist ein Verbund von rund 240 arbeitsmarktlichen Dienstleistern in den Landesarbeitsgemeinschaften und Verbänden für Arbeit in Baden – Württemberg, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg – Vorpommern, Nordrhein – Westfalen, Rheinland – Pfalz, Sachsen, Schleswig – Holstein und Thüringen. Die Praktiker in den Organisationen entwickeln ihre Erkenntnisse im Umgang mit arbeitslosen Menschen bei der Umsetzung von Angeboten der Aktivierung, Ausbildung, Weiterbildung und Beschäftigung.

Langzeitarbeitslose in Hessen: Nicht mal zwei Prozent fanden 2019 eine Arbeit

Arbeitsmarkt-Report Hessen 01/2020

In Hessen gab es laut Statistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) im Jahresdurchschnitt 2019 rund 47.000 Langzeitarbeitslose. Langzeitarbeitslos ist, wer ohne Unterbrechung seit mindestens zwölf Monaten arbeitslos gemeldet ist. Gegenüber dem Vorjahr hat die Zahl der Langzeitarbeitslosen im Bundesland um rund 6.000 beziehungsweise 11,6 Prozent abgenommen. Das liegt allerdings nicht an verbesserten Arbeitsmarktchancen für Langzeitarbeitslose.

Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Langzeitarbeitslosigkeit – Deutschland, Länder, Regionaldirektionen, Agenturen für Arbeit, Kreise und Jobcenter (Monats-/Jahreszahlen), Dezember 2019, Tabelle 8., Graphik erstellt durch ISAM

In Summe gab es 2019 knapp 10.000 Abgänge von Langzeitarbeitslosen in Erwerbstätigkeit. Verteilt auf die zwölf Monate bedeutet das, dass durchschnittlich jeden Monat rund 800 Langzeitarbeitslose in Erwerbstätigkeit übergingen.

In Bezug auf die Zahl der gemeldeten Langzeitarbeitslosen ergibt sich nach Angaben der BA für das Jahr 2019 (wie auch im Vorjahr) somit eine monatliche Abgangsrate von 1,7 Prozent.

Das heißt, dass jeden Monat weniger als zwei von Hundert Langzeitarbeitslosen in Erwerbstätigkeit übergingen.

Zu den Abgängen in Erwerbstätigkeit zählen geförderte und ungeförderte Beschäftigungsverhältnisse von mehr als 15 Wochenstunden sowie Wehr-, Freiwilligen und Zivildienst. Ausbildungsverhältnisse werden hingegen nicht zu den Abgängen in Erwerbstätigkeit gezählt.

Insgesamt wurden in der BA-Statistik für Hessen im Jahr 2019 knapp 74.000 Beendigungen von Langzeitarbeitslosigkeit erfasst. Eine langzeitarbeitslose Person kann dabei im Jahresverlauf mehrfach gezählt werden. Die Aufnahmen einer Erwerbstätigkeit stellen anteilig mit 13,3 Prozent also nur eine Minderheit aller Abgänge dar.

In den meisten Fällen beendeten Langzeitarbeitslose ihre Arbeitslosigkeit nicht aufgrund der Integration in Arbeit, sondern durch eine andere sogenannte „schädliche Unterbrechung“: Nahezu die Hälfte der Abgänge aus Arbeitslosigkeit entfiel auf Nichterwerbstätigkeit, beispielsweise aufgrund von Krankheit oder Sonderregelungen für Ältere. Ein weiteres Viertel der Abgänge kam aufgrund der Teilnahme an einer arbeitsmarktpolitischen Maßnahme oder einer Ausbildung zustande.

Auf diesem Wege verschwindet der Großteil der (vormals) Langzeitarbeitslosen aus der Statistik, ohne eine Arbeit aufgenommen zu haben.

Hier erhalten Sie den Arbeitsmarkt-Report Hessen 01/2020 als PDF-Dokument.

Zusätzlich zu dem Schwerpunktthema Langzeitarbeitslosigkeit enthält der Report, wie jeden Monat, Übersichten über den Bestand an TeilnehmerInnen in ausgewählten arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen in den hessischen Kommunen, getrennt nach der Kostenträgerschaft im SGB III und SGB II.

Der Arbeitsmarkt-Report Hessen wird vom Institut für Sozialpolitik und Arbeitsmarktforschung (ISAM) der Hochschule Koblenz für die LAG Arbeit in Hessen e.V. erstellt.

Fortbildung: Was ist bei einer Maßnahmezulassung nach AZAV zu beachten? Qualitätsvorgaben für Maßnahmen nach § 45 und § 81 SGB III

Wegen der hohen Nachfrage und der positiven Rückmeldung bieten wir 2020 erneut eine Fortbildung zum Thema: Was ist bei einer Maßnahmezulassung nach AZAV zu beachten? Qualitätsvorgaben für Maßnahmen nach § 45 und § 81 SGB III an.

Neu ist, dass die Fortbildung zweitägig ist um auf die wichtigen Details bei der Beantragung von Maßnahmen § 45 und § 81 SGB III bei der Bundesagentur für Arbeit eingehen zu können.

Termin und Ort:

18. und 19.02.2020, 1. Tag: 09:30 – 17:00 Uhr, 2. Tag: 09:00 – 16:30 Uhr, LQB2, Mainzer Landstr. 405, 60326 Frankfurt, 1. Stock

Zielsetzung
Wir möchten Sie über rechtliche Grundlagen und Verordnungen zur Beantragung einer Maßnahme nach § 45 und § 81 SGB III informieren, gemeinsam Maßnahmen skizzieren und deren Zulassungsfähigkeit erörtern.

Zielgruppe
Mitarbeiter/innen, die die Aufgabe der Maßnahmebeantragung nach AZAV neu übernommen haben, die nur ab und zu eine Maßnahme beantragen und Mitarbeiter/innen, die ihr Wissen überprüfen möchten und sich vorstellen können, dafür die Perspektive einer Fachkundigen Stelle einzunehmen.

Hier finden Sie eine ausführliche Beschreibung der Fortbildung.
Möchten Sie sich für diese Fortbildung anmelden? Hier geht es zu unserem Buchungsportal.

Inhalte

Tag 1 : Arbeitsschwerpunkt: § 45 SGB III

  • Allgemeines: Rechtliche Grundlagen, Verfahren zur Maßnahmezulassung nach § 45 und § 81 SGB III, Verordnungen u.a.m.
  • Gutscheinmaßnahmen nach § 45 SGB III: Zielsetzung, Zielgruppe, Inhalte, Dauer u.a.m.
  • Gruppenarbeit: Maßnahmen skizzieren nach vorgegebenen Zielgruppen bzw. Zielsetzungen und präsentieren

Tag 2: Schwerpunkt § 81 SGB III

  • Gutscheinmaßnahmen nach § 81 SGB III : Zielsetzung, Zielgruppe, Inhalte, Dauer u.a.m.
  • Gruppenarbeit: Maßnahmen skizzieren nach vorgegebenen Zielgruppen bzw. Zielsetzungen und präsentieren
  • Wissenswertes zur Kostenkalkulation und zur Überschreitung des BDKS
  • Anforderungen an die Unterlagen zur Maßnahmebeantragung

Arbeitsweise

Information, Präsentationen, Diskussion, Gruppenarbeit, Teilnehmer*Innen können fachliche Fragen zur Maßnahmekonzeption einbringen.

Hier finden Sie eine ausführliche Beschreibung der Fortbildung.

Möchten Sie sich für diese Fortbildung anmelden? Hier geht es zu unserem Buchungsportal.