Fortbildung: Anerkennung von ausländischen Schul- und Berufsabschlüssen

Fortbildung: Anerkennung von ausländischen Schul- und Berufsabschlüssen – Beratungswissen für MitarbeiterInnen in der Arbeitsförderung

Die Anerkennung von ausländischen Schul- und Berufsabschlüssen ist ein wichtiger Bestandteil in der Migrationsberatung und im Prozess der beruflichen Integration von Menschen mit Migrations- oder Fluchterfahrung.

Die Anerkennungsarten und -verfahren sind oftmals sehr komplex und nicht immer leicht zu durchdringen. Diese Fortbildung gibt Ihnen einen strukturierten Überblick über die komplexe Thematik und vermittelt eine fundierte Basis für die praktische Beratungstätigkeit.

Termin und Ort

12. September 2018, 09:30 bis 17:00 Uhr
SAALBAU Gallus, Frankenallee 111, 60326 Frankfurt

Hier finden Sie ausführliche Informationen zur Fortbildung  und die Anmeldung.

Bitte beachten Sie, dass wir auf Grund veränderter Rahmenbedingungen beim vierten Durchgang dieser Fortbildung eine Teilnahmegebühr erheben müssen.

Inhalte

Die Fortbildung bietet einen Überblick über die Anerkennung von ausländischen Schul- und Berufsabschlüssen. Folgende Themen werden besprochen:

  • Welche Anerkennungsarten gibt es?
  • Wann ist eine Anerkennung möglich und notwendig oder sinnvoll?
  • Welche Unterlagen werden für ein Anerkennungsverfahren benötigt?
  • Welche Kosten und welche Fördermöglichkeiten gibt es?
  • Welche Ergebnisse können Anerkennungsverfahren haben?
  • Gibt es Anerkennungsmöglichkeiten, wenn Dokumente fehlen?
  • Welche Beratungsmöglichkeiten gibt es zum Thema Anerkennung und wie kann eine gute Zuleitung gelingen?
Methoden

Medienunterstützte Präsentation, unterschiedliche Formen von Gruppenarbeit. Die Teilnehmenden können ihre persönlichen Fragen und Fallbeispiele für Fallanalysen einbringen.

Trainerin

Andrea Ulrich, M.A. Internationale Migration und interkulturelle Beziehungen, Projektleitung Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung im IQ Landesnetzwerk Hessen, beramí berufliche Integration e.V.

Hier geht es zur Anmeldung

Positionspapier „Teilhabe am Arbeitsmarkt für alle“

Die LAG Arbeit in Hessen e.V. begrüßt die Pläne der Großen Koalition zur Schaffung eines Regelinstrumentes „Teilhabe am Arbeitsmarkt für alle“ als einen notwendigen und längst überfälligen Schritt, um Langzeitarbeitslosen wieder eine Perspektive zu eröffnen.

In einem gemeinsamen Positionspapier des Bundesnetzwerkes für Arbeit und soziale Teilhabe bündeln wir unsere Erfahrungen und sprechen Empfehlungen für die Umsetzung des geplanten Regelinstrumentes „Teilhabe am Arbeitsmarkt für alle“ aus.

Sozial ist was gesellschaftliche Teilhabe schafft, das ist unser Selbstverständnis als arbeitsmarktliche Dienstleister

Die Integration von Langzeitarbeitslosen findet in der Realität seit langem kaum statt.  Der Rückgang der Langzeitarbeitslosigkeit ist seit Jahren getrieben von der Demographie und anderen Abgängen in Nichterwerbstätigkeit. Die Mittel der Jobcenter für die Eingliederung von Langzeitarbeitslosen sind in den letzten Jahren drastisch zurückgegangen, so dass das SGB-II-Grundprinzip von „Fördern und Fordern“ für die in Fokus genommene Zielgruppe ad absurdum geführt wurde.

Aktivierung, soziale Teilhabe, Kompetenzentwicklung und Heranführung an bzw. Integration in den Arbeitsmarkt erfordern adäquate Rahmenbedingungen.

 

Arbeitsmarkt-Report Hessen 03/2018

154.000 Kinder in Hessen leben in Familien, die auf Grundsicherung für Arbeitssuchende angewiesen sind

Der Arbeitsmarkt-Report Hessen betrachtet diesen Monat schwerpunktmäßig die Entwicklung der Anzahl von Kinder im SGB II.

Im Jahr 2017 lebten knapp 154.000 Kinder unter 18 Jahren in einem Haushalt, der von Zahlungen aus der Grundsicherung für Arbeitsuchende (Arbeitslosengeld II oder „Hartz IV“) nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch (SGB II) abhängig war, einer sogenannten Bedarfsgemeinschaft.

Immer mehr Personen leben in einem SGB-II-Haushalt und Kinder unter 18 Jahren sind von dieser Entwicklung sogar überproportional betroffen. Seit 2012 ist die Zahl der Kinder unter 18 Jahren, die in einer Familie mit mindestens einem Empfänger von ALG II leben um 6,1 Prozent angestiegen. Der Zuwachs bei allen Personen, die in einem SGB-II-Haushalt leben, fiel mit 4,2 Prozent seit 2012 hingegen geringer aus.

Weitere ausführliche Informationen zum diesem Thema finden Sie im Arbeitsmarkt-Report Hessen 03/2018.

Monatliche Übersicht über beschäftigungspolitische Maßnahmen in Hessen

Darüber hinaus enthält der Report jeden Monat Übersichten über den Bestand an TeilnehmerInnen in ausgewählten arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen in den hessischen Kommunen, getrennt nach der Kostenträgerschaft im SGB III und SGB II.

Der Arbeitsmarkt-Report Hessen wird vom Institut für Sozialpolitik und Arbeitsmarktforschung (ISAM) der Hochschule Koblenz für die LAG Arbeit in Hessen e.V. erstellt.

Foto: (c) Wrangler / Fotolia.de

 

Fortbildung: Professionelle Berufsberatung für MigrantInnen

Professionelle Berufsberatung für MigrantInnen –
interkulturell sensibilisiert und gut informiert über mögliche Wege in den Arbeitsmarkt

Wann: 25. / 26.09.2018, 09:00 – 16:30
Wo:
FaPrik, Mainzer Landstr. 405 60326 Frankfurt


Hier finden Sie weitere Details zur Fortbildung und können die Veranstaltung buchen

Diese zweitägige Fortbildung besteht aus zwei Modulen. Der erste Tag ist ein Kommunikationstraining für die Beratung von MigrantInnen und gibt eine Einführung zum Thema interkulturelle Kompetenz in der Beratung.

Viele MigrantInnen habe nur sehr ungenaue Vorstellungen darüber, was Beratung ist, welchem Ziel sie dient und wie sie abläuft. Auch ist die Planung des beruflichen Werdegangs weit weniger eine individuelle Entscheidung. Die Familie sitzt mit am Tisch – häufig im übertragenen Sinne, manchmal auch tatsächlich. Welche Rolle spielen Ihre eigenen kulturellen Vorstellungen im Beratungsprozess? Wie interpretieren Sie bestimmte Verhaltensweisen? Welche Ihrer Verhaltensweisen lösen bei Ihrem Gegenüber möglicherweise Irritationen und Befremden aus? An diesem Seminartag lernen Sie unterschiedliche kulturell bedingte Muster des Denkens, Wertens und Handelns kennen und haben Gelegenheit, Ihr eigenes Verhalten in interkulturellen Situationen zu beobachten und zu reflektieren.

Am zweiten Tag der Fortbildung werden die Einflussfaktoren beruflicher Integrationsprozesse von Geflüchteten behandelt. Sie erhalten einen Überblick darüber, welche beruflichen Integrationswege unter welchen schulischen und beruflichen Voraussetzungen möglich sind.

Anhand der Vorqualifikationen der Ratsuchenden werden systematisch mögliche Anschlussoptionen auf dem deutschen Arbeitsmarkt und im deutschen Bildungssystem erörtert und Handlungsstrategien für die Beratung entwickelt. Es werden auf Basis der beruflichen Voraussetzungen mögliche Beratungsziele definiert, z.B. Vermittlung in Integrationskurse, Vermittlung in Deutschkurse, Informationen über den deutschen Arbeitsmarkt, ggf. Einleitung eines Anerkennungsverfahrens der beruflichen Vorqualifizierung, Vermittlung von Praktika, Vermittlung in Anpassungsqualifizierungen, Vorbereitungskurse, Fachprüfungen, Antritt eines ersten Arbeitsverhältnisses.

Methoden
Vortrag und medienunterstützte Präsentationen. Sensibilisierung über praktische Übungen in Einzel- und Gruppenarbeit.

TrainerInnen
1. Seminartag: Kölner Institut für Interkulturelle Kompetenz e.V.
2. Seminartag: Dipl. Pädagogin Lydia Mesgina, beramí berufliche Integration e.V.

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