Neuer LAG-Arbeitskreis: Einsatz digitaler Medien in der Qualfizierung Benachteiligter

auf der Fachtagung „Mal was Neues…Einsatz digitaler Medien in der Qualifizierung Benachteiligter“, die von der Praxis gGmbH in Kooperation mit der LAG Arbeit in Hessen im Oktober 2019 durchgeführt wurde, äußerten viele Kolleginnen und Kollegen den Wunsch, sich regelmäßig über digitale Medien im Unterricht und in den Projekten auszutauschen und sich hier fortzubilden. 

Deshalb starten wir im kommenden Jahr mit zwei Arbeitskreisen zum Thema „Einsatz digitaler Medien in der Qualifzierung Benachteiligter“. Um Ihnen die Anreise zu erleichtern wird es einen Arbeitskreis Mittel- und Nordhessen und einen Arbeitskreis Südhessen geben. 

Wer kann teilnehmen? Mitarbeiter*Innen in Projekten der Arbeitsförderung in Hessen, der Jobcenter, der Jugendberufsagenturen, Berufschullehrer*Innen, etc.

Die Termine sind: 

  • Mittel- und Nordhessen: 15.01.2020, 13:00 bis 15:00 Uhr, bei der Praxis GmbH in Marburg, Gisselberger 33, 35037 Marburg
  • Südhessen: 16.01.2020, 09:30  bis 11:30 Uhr, LAG Arbeit in Hessen e.V., Mainzer Landstr. 405, 60326 Frankfurt

Möchten Sie an einem der beiden Arbeitskreise teilnehmen? Dann schreiben Sie mir bitte bis zum 19.12.2019 eine kurze Mail an info@lag-arbeit-hessen.de .

Nutzen Sie bereits Online-Tools, E-Learning-Plattformen, Apps, etc. im Unterricht? Wenn ja, welche? Zu welchen Themen möchten Sie sich im AK austauschen? Ich würde mich freuen, wenn Sie mir hierzu schon vor dem Termin eine kurze Email schreiben.

Kontakt:
Miriam Hedtmann, Leitung der Geschäftsstelle
info@lag-arbeit-hessen.de

Arbeitsmarkt-Report Hessen 11/2019: Ausschöpfung der Eingliederungsmittel der Jobcenter erreicht neuen Tiefstand

Arbeitsmarkt-Report Hessen 11/2019

Der Bund weist den Jobcentern jährlich ein Budget zu, das zur Finanzierung arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen wie zum Beispiel Qualifizierungsmaßnahmen oder öffentlich geförderter Beschäftigung verwendet werden soll. Grundlage für die Zuweisungen der sogenannten Eingliederungsmittel ist ein Finanzierungsschlüssel, in dem unter anderem die Zahl der vom jeweiligen Jobcenter betreuten Personen berücksichtigt wird.

Quelle: Arbeitsmarkt-Report Hessen 11/2019, ISAM, Daten der Bundesagentur für Arbeit zur Eingliederungsbilanz nach § 54 SGB II, September 2019

Das Budget der Jobcenter in Hessen wurde 2018 auf 260 Millionen Euro erhöht und ist damit zum fünften Mal in Folge angestiegen. Insgesamt gaben die Jobcenter in Hessen aber nur knapp 184 Millionen Euro für Arbeitsförderung aus.

Damit wurden knapp 77 Millionen Euro nicht für den eigentlichen Zweck, der Förderung von Leistungsempfängern der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II bzw. „Hartz IV“) verwendet.

Die Jobcenter in Hessen schöpften also lediglich 71 Prozent des verfügbaren Budgets aus. Über ein Viertel der Eingliederungsmittel wurden nicht für den ursprünglich vorhergesehenen Zweck verwendet. Die Ausschöpfungsquote erreichte damit einen neuen historischen Tiefstand.

Grundsätzlich mangelt es nicht an ausreichend Förderkandidaten. Allerdings nahmen 2018 in Hessen gerade einmal 8,6 Prozent der rund 292.000 Leistungsempfänger des SGB II im erwerbsfähigen Alter an einer arbeitsmarktpolitischen Maßnahme teil.

Die Ausschöpfung der Eingliederungsmittel variiert erheblich zwischen den 26 Jobcentern in Hessen.

Die höchsten Ausschöpfungsquoten erreichten im Jahr 2018 die Jobcenter Bergstraße (94 Prozent), Main-Kinzig-Kreis (87 Prozent) und Werra-Meißner-Kreis (86 Prozent). Ihnen gegenüber standen die Jobcenter Hersfeld-Rotenburg und Vogelsbergkreis (je rund 53 Prozent) und Offenbach (43 Prozent) mit den geringsten Ausschöpfungsquoten.

Ausführliche Information zur Ausschöpfung der Eingliederungsmittel in den hessischen Jobcentern erhalten Sie im Arbeitsmarkt-Report 11/2019

Darüber hinaus enthält der Report jeden Monat Übersichten über den Bestand an TeilnehmerInnen in ausgewählten arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen in den hessischen Kommunen, getrennt nach der Kostenträgerschaft im SGB III und SGB II

Mehr Frauen den Weg in den Arbeitsmarkt ermöglichen – Welche Rahmenbedingungen braucht es für eine geschlechtergerechte Förderung im SGB II?

am 26. November 2019 veranstaltet die LAG Arbeit in Hessen e.V. in Butzbach ein Fachforum unter dem Titel:

Mehr Frauen den Weg in den Arbeitsmarkt ermöglichen –
Welche Rahmenbedingungen braucht es für eine geschlechtergerechte Förderung im SGB II ?

Hier finden Sie das ausführliche Programm unseres Fachforums. Bitte melden Sie sich hier verbindlich über unser Buchungssystem an. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Termin: 26.November 2019, 11:30 – 17:00 Uhr
Ort: Johanniter Hotel, Hoch-Weiseler Weg 1a, 35510 Butzbach

Wo stehen wir bei der Förderung von Frauen im SGB II ? Warum werden in Hessen weniger Frauen in Aktivierungsmaßnahmen gefördert als Männer? Wie hat sich die Erwerbstätigkeit von Migrantinnen, insbesondere von geflüchteten Frauen in den letzten Jahren entwickelt und welche Barrieren stehen ihrer Erwerbstätigkeit entgegen? Welche Rahmenbedingungen sind notwendig, um mehr Frauen den Weg aus dem SGB II in Qualifizierung und Arbeit zu ermöglichen?

Diese Fragen möchten wir mit Ihnen und Dörte Ahrens, Hessisches Ministerium für Soziales und Integration, den Referentinnen Dr. Tanja Fendel und Dr. Cordula Zabel (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung)  erörtern. 

In vier Workshops werden wir Herausforderungen und Lösungsansätze für die folgenden Zielgruppen thematisieren:

A) Frauen in Bedarfsgemeinschaften
B) Alleinerziehende Frauen
C)Geflüchtete Frauen / Frauen mit Migrationshintergrund
D)Junge Frauen / Ausbildung

Eine interaktive Abschlussrunde wird uns den Raum bieten, die Ergebnisse  der Workshops mit Ihnen und VertreterInnen der hessischen Landtagsfraktionen, des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration und des hessischen Landkreistages und den ReferentInnen zu diskutieren

Hier finden Sie das ausführliche Programm unseres Fachforums. Hier geht es zur Anmeldung über unser Buchungssystem.

Arbeitsmarkt-Report 08/2019

Jeder fünfte Arbeitsplatz, den ehemals Arbeitslose aus der Grundsicherung heraus aufnehmen, ist in der Zeitarbeit

Der Arbeitsmarkt-Report Hessen 08/2019 betrachtet die Übergänge aus der Arbeitslosigkeit in den ersten Arbeitsmarkt. In Hessen gelang im Jahr 2018 vormals Arbeitslosen insgesamt rund 129.000 Mal der Übergang in Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt. Der Großteil der Übergänge in den ersten Arbeitsmarkt, rund 92.000, gelang Arbeitslosen aus dem System der Arbeitslosenversicherung (SGB III).

Die restlichen knapp 37.000 Abgänge in den ersten Arbeitsmarkt fanden aus dem System der Grundsicherung für Arbeitsuchende heraus statt (SGB II, ugs. „Hartz IV“).

Quelle: Abgang und Verbleib von Arbeitslosen in Beschäftigung – Deutschland, Länder, Kreise, Regionaldirektionen und Agenturen (Monats-/ Jahreszahlen), Dezember 2018, Hessen, Tabelle 2.

In der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) ist ersichtlich, in welcher Branche die Arbeitsaufnahmen stattfanden. Der Wirtschaftszweig, in der die meisten vormals Arbeitslosen im Jahr 2018 eine Beschäftigung aufnahmen war die Arbeitnehmerüberlassung, also die Leiharbeit. Knapp 16 Prozent aller Abgänge führten zu einer Beschäftigungsaufnahme in der Leiharbeit.

Zwischen den Rechtskreisen SGB II und SGB III gibt es bemerkenswerte Unterschiede bei den Übergängen in den ersten Arbeitsmarkt

So entfielen im Jahr 2018 knapp 8.000 und damit mehr als ein Fünftel aller Abgänge von Arbeitslosen im SGB II in den ersten Arbeitsmarkt auf die Leiharbeit. Im System der Arbeitslosenversicherung lag der Anteil mit knapp 14 Prozent weit darunter. Im Jahr 2018 wurden im SGB III knapp 13.000 von insgesamt 92.000 Abgängen in den ersten Arbeitsmarkt der Leiharbeit zugeschrieben. Leiharbeitsverhältnisse sind oft nur von kurzer Dauer.

In Hessen endeten zuletzt 41 Prozent der Beschäftigungsverhältnisse in der Zeitarbeit bereits innerhalb der ersten drei Monate

Da eine Person innerhalb eines Monats und auch eines Jahres mehrmals zwischen Arbeitslosigkeit und Beschäftigung wechseln und somit mehrfach gezählt werden kann, beeinflussen mehrere aufeinanderfolgende kurze Beschäftigungsverhältnisse auch die Abgangsstatistik der BA. Vor allem in der Leiharbeit kommt dieser Effekt deshalb zum Vorschein. In Hessen waren nach dem Ende einer Beschäftigung in Leiharbeit im 2. Halbjahr 2018 knapp 20 Prozent der Arbeitnehmer nach 90 Tagen erneut als Leiharbeiter tätig.

Ausführliche Informationen zur Arbeitsaufnahme aus dem SGB II und dem SGB III in Hessen finden Sie im Arbeitsmarkt-Report 08/2019.

Darüber hinaus enthält der Report jeden Monat Übersichten über den Bestand an TeilnehmerInnen in ausgewählten arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen in den hessischen Kommunen, getrennt nach der Kostenträgerschaft im SGB III und SGB II