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Arbeitsmarkt-Report 02/2019: Übergänge in Erwerbstätigkeit von Geflüchteten

Mehr Flüchtlingen gelingt der Übergang von Arbeitslosigkeit in Erwerbstätigkeit

Der Anteil der vormals arbeitslos gemeldeten Flüchtlinge, die eine Erwerbstätigkeit aufgenommen haben, ist seit 2017 deutlich gestiegen.
Im November 2018 waren 14.800 Personen aus Asylherkunftsländer arbeitslos gemeldet. Im Dezember haben 815 Menschen mit Asylhintergrund, die vormals arbeitslos gemeldet waren, eine Arbeit aufgenommen. Das entspricht einer Abgangsrate in Erwerbstätigkeit von 5,5 Prozent, die Abgangsrate für alle anderen Arbeitslosen liegt bei 6,7 Prozent.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Zahl der Arbeitslosen aus Asylherkunftsländern in Hessen im Dezember 2018 nahezu unverändert und lag zum Jahresende bei rund 14.600 (-0,5 Prozent). Dies entspricht rund 10 Prozent aller Arbeitslosen in Hessen.

Viele Flüchtlinge arbeiten in Helferberufen und in der Zeitarbeit, was seltener zu einer nachhaltigen Integration in den Arbeitsmarkt führt

Die steigende Abgangsrate in Erwerbstätigkeit für Flüchtlinge sollte dennoch nur vorsichtig optimistisch interpretiert werden. Der quantitative Zuwachs an Abgängen in Erwerbstätigkeit sagt alleine nichts über die Qualität der Beschäftigungsverhältnisse aus.

Insgesamt sind in Hessen zwei Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Arbeitnehmerüberlassung tätig. Allerdings arbeitete fast jeder sechste Beschäftigte aus Asylherkunftsländern (15,5 Prozent) zum Stichtag (30.06.2018) in Zeitarbeit. Gegenüber dem Vorjahresmonat hat sich die Zahl um fast 2.300 auf rund 4.360 mehr als verdoppelt.

Mit Blick auf das Anforderungsniveau des Zielberufs arbeitete zum Stichtag (30.06.2018) fast die Hälfte (47,6 Prozent) der Beschäftigten aus Asylherkunftsländern in einem Helferberuf. Insgesamt waren hingegen lediglich 15 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten auf Helferniveau angestellt.

Die Politik darf, auch angesichts des Fachkräftemangels, nicht nachlassen in ihren Bemühungen, Menschen mit Fluchthintergrund in Ausbildung zu vermitteln. Die Geflüchteten müssen dabei so unterstützt werden, dass Sprachschwierigkeiten und andere Hürden nicht zu einer hohen Abbrecherquote führen.

Ausführliche Informationen zu diesem Thema finden Sie im Arbeitsmarkt-Report Hessen 02/2019.

Monatliche Übersicht über beschäftigungspolitische Maßnahmen in Hessen

Darüber hinaus enthält der Report jeden Monat Übersichten über den Bestand an TeilnehmerInnen in ausgewählten arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen in den hessischen Kommunen, getrennt nach der Kostenträgerschaft im SGB III und SGB II

Der Arbeitsmarkt-Report Hessen wird vom Institut für Sozialpolitik und Arbeitsmarktforschung (ISAM) der Hochschule Koblenz für die LAG Arbeit in Hessen e.V. erstellt.

Foto: (c) Wrangler / Fotolia.de

35 Gelingensfaktoren für die Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen in Hessen

Der Hessische Landkreistag und der Hessische Städtetag haben ein Positionspapier mit 35 Gelingensfaktoren für die Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen veröffentlicht.

Es enthält viele gute Forderungen, wie die Finanzierung von  Kinderbetreuung während der Integrationskurse durch das BAMF.

In mehreren Punkten wird auf die Einbindung von berufsbezogenen Praktika in Integrationskurse und Intea, sowie die Verzahnung  von Arbeitsgelegenheiten und Flüchtlingsintegrationsmaßnahmen mit Sprach- und Orientierungskursen eingegangen.

Auch die ein freier Zugang zu Integrationskursen, unabhängig von der Bleibeperspektive wird gefordert.

Hier finden Sie das ausführliche Positionspapier des Hessischen Landkreistages und des Hessischen Städtetages. 

Arbeitsmarkt-Report Hessen 08/2016

In diesem Monat betrachtet der Arbeitsmarkt-Report den Anteil der Menschen mit Asyl-Hintergrund im SGB II in Hessen.

Die Zahl der Hartz IV Empfänger aus den zuzugstärksten nichteuropäischen Asylzuzugsländern hat sich in Folge der starken Fluchtmigration im Jahre 2015 erhöht. Sie ist in zwei Jahren von 5,8 % im April 2014 auf 9,2 % aller Regelleistungsberechtigten im April 2016 gestiegen. Nach einem positiven Bescheid des Asylantrags und der Anerkennung als Flüchtling haben Menschen mit Fluchthintergrund die gleichen Rechte und Pflichten wie in Deutschland lebende Menschen und beziehen in der Regel zunächst Hartz IV.

Den ausführlichen Arbeitsmarkt-Report Hessen 08/2016 erhalten Sie hier

Der Arbeitsmarkt-Report Hessen wird monatlich vom Institut für Sozialpolitik und Arbeitsmarktforschung (ISAM) der Hochschule Koblenz für die LAG Arbeit in Hessen e.V. erstellt. Neben dem monatlichen Schwerpunkt enthält der Report Übersichten über den Bestand an TeilnehmerInnen in ausgewählten arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen der hessischen Gebietskörperschaften, getrennt nach der Kostenträgerschaft im SGB III und SGB II.

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Fortbildung: Verständliche Sprache im Berufsalltag – Strategien zur Verständigung mit Flüchtlingen und anderen Deutschlernenden

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Arbeitsförderung, der Qualifizierung und Weiterbildung stehen vermehrt vor der Aufgabe, Menschen mit geringen Deutsch-Kenntnissen auf eine berufliche Tätigkeit in Deutschland vorzubereiten. Wie konkrete Sprachhürden im Berufsalltag überwunden werden können und wie das Gegenseitige Verstehen durch gezielte Techniken abgesichert werden kann, ist Inhalt dieses Workshops.

Die Fortbildung zielt darauf, Strategien und Techniken zu vermitteln, die die Verständigung mit Deutschlernenden erleichtern. Es werden die Grundlagen der Sprachsensibilität sowie grundlegende Methoden der Verständnissicherung und der Sprachlernförderung erarbeitet.

Inhalte

  • Sprachsensibilität: Wie wirkt Sprache?
  • Das eigene Sprachverhalten reflektieren
  • Rolle und Funktionen der Sprache am Arbeitsplatz: Alltags-, Fach- und Bildungssprache
  • Grundlegende Methoden der Sprachförderung: Schwierige Sprachstrukturen entlasten / Verständlich kommunizieren / Verständnis sichern
  • Elemente einer sprachlernförderlichen und kultursensiblen Atmosphäre am Arbeitsplatz und Wege der Umsetzung

Trainerinnen

Dr. Meta Cehak-Behrmann leitet das Projekt FaberiS – Die Fachstelle für berufsintegriertes Sprachlernen in Frankfurt. Sie ist Sprachwissenschaftlerin und arbeitet seit 10 Jahren in der Entwicklung und Umsetzung der berufsintegrierten Sprachförderung.

Alessandra Klein arbeitet als Sprachwissenschaftlerin und Dozentin für Deutsch als Zweitsprache bei FaberiS. Sie ist seit mehreren Jahren in der berufsbezogenen und berufsintegrierten Sprachförderung tätig.

 

Termin und Ort

07./08.07.2016, jeweils 9 – 16:30 Uhr

FaPrik, Mainzer Landstr. 405, 60326 Frankfurt am Main

 

Anmeldung: Diese Veranstaltung ist bereits ausgebucht. Wir werden Anfang 2017 eine weitere Fortbildung zu diesem Thema anbieten. Sie können sich per Mail an miriam.hedtmann@lag-arbeit-hessen.de für die Fortbildung 2017 vormerken lassen.

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