Alle Beiträge von Hilde Simon

Konzept der CDU/CSU zum Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat ihr lange angekündigtes Konzept zum Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit vorgelegt. Bemerkenswert ist daran, dass – in Abgrenzung zum Koalitionspartner –

  1. eine Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente beabsichtigt wird, die u.a. auf marktnähere Ausrichtung der Arbeitsgelegenheiten und die Rücknahme ihrer zeitlichen Begrenzung zielt
  2. es die Idee der „Integrationsbetriebe“ bzw. „Sozialunternehmen“ wieder aufgreift
  3. es ein Unterstützungsprogramm für schwer erreichbare junge Menschen vorsieht: ergänzend zum Nahles-Programm Soziale Teilhabe sollen Modellprojekte mit ganzheitlichen Hilfsangeboten eingerichtet werden
  4. es die vorrangige Vermittlung von Langzeitarbeitslosen ohne Berufsabschluss in eine Berufsausbildung vorsieht
  5. es für ein sozialeres Vergaberecht eintritt.

Der Passiv-Aktiv-Tausch war in der Fraktion nicht mehrheitsfähig, mehr Geld ist auch nicht vorgesehen, es soll nur anders verteilt werden („Problemdruckindikator“). Dennoch kann das Konzept frischen Wind in die festgefahrene arbeitsmarktpolitische Diskussion bringen.

Das Konzept der CDU/CSU-Fraktion finden Sie hier

Arbeitsmarktreport Hessen 5/2015

Das besondere Augenmerk des aktuellen Arbeitsmarktreports richtet sich auf die SGB II-Hilfequoten in Hessen nach Typ der Bedarfsgemeinschaft. Bei Alleinerziehenden ist sie am höchsten.

Darüber hinaus enthält der monatlich erscheinende Arbeitsmarktreport Hessen, den das Institut für Bildungs- und Sozialpolitik der Hochschule Koblenz für die LAG Arbeit in Hessen erstellt, Übersichten über den Bestand an TeilnehmerInnen in ausgewählten arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen in den hessischen Gebietskörperschaften, getrennt nach der Kostenträgerschaft im SGB III und SGB II.

Das Aschenputtel-Konzept: Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen?

Die aktuelle Ausgabe von WISO direkt der Friedrich-Ebert-Stiftung kritisiert die rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen des Arbeitsmarktzugangs für Flüchtlinge und enthält Zahlen aus 2014 über Anerkennungsquoten und Dauer von Asylverfahren, Anzahl der Aufenthaltsgestattungen und der Geduldeten. Ende 2014 lebten 530.000 Menschen in Deutschland, deren Asylantrag irgendwann einmal negativ entschieden worden war.

Der Artikel verwendet Daten aus Antworten der Bundesregierung auf parlamentarische Anfragen.