Berufliche Machtspiele zwischen Männern und Frauen

In seinem Vortrag stellt Peter Modler die Ergebnisse aus seiner langjährigen Arbeit mit Frauen in Führung vor. Er erläutert an vielen praktischen Beispielen die typischen Fallen, an denen kompetente Frauen immer wieder scheitern – und wie sie dem entgehen können.

Seit über neun Jahren werden nun schon Peter Modlers „Arroganz-
Trainings® für leitende Frauen“ durchgeführt. Bisher haben etwa 1000 Frauen daran teilgenommen. Viele Medien haben darüber berichtet und ein Bestseller ist daraus entstanden. In Modlers Seminaren können Frauen in Führungspositionen aller Branchen
konkret ausprobieren, welche Mittel ihnen mehr Respekt und  Anerkennung bei männlichen Vorgesetzten, Kollegen, Kunden und Mitarbeitern einbringen. Eines steht fest: bessere Argumente sind
es leider oft nicht.

18.10.2014, 18:30 Uhr in Frankfurt

Veranstaltungsflyer

Rosige Zeiten am Arbeitsmarkt? Strukturreformen und „Beschäftigungswunder“

In seiner Expertise im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung enthüllt Prof. Dr. Matthias Knuth den Mythos, dass die Trendwende am deutschen Arbeitsmarkt ursächlich auf die Arbeitsmarktreformen zurückzuführen sei, und führt andere bedeutsame Faktoren an: die Reform des Altersübergangs und die Schwächung des Tarifsystems. Durch nüchterne volkswirtschaftliche Betrachtung und Analyse konstatiert er bedenkliche Implikationen der Arbeitsmarktreformen, z.B. sinkende Fluktuation der Arbeitskräfte, Verlangsamung der Produktivitätsentwicklung und Investitionsschwäche der deutschen Wirtschaft.

Sein Fazit der Arbeitsmarktreformen:
Zusammenfassend wird man die Befunde dahingehend interpretieren können, dass der Abschreckungseffekt eines drohenden Abstiegs in die Grundsicherung – möglicherweise im Zusammenwirken mit tatsächlichwirksameren Beratungs- und Vermittlungsdienstleistungen die Abgänge von „versicherten“, also Arbeitslosengeld beziehenden Kurzzeit-Arbeitslosen in Erwerbstätigkeit beschleunigt hat, während das Aktivierungsregime der Grundsicherung an den vielfältigen Vermittlungshemmnissen der ALG II Beziehenden im Durchschnitt kaum etwas ändern konnte.

Die Expertise enthält zahlreiche Auswertungen und Zeitreihen zur Entwicklung des Arbeitsmarktes, z.B. auch zur Entwicklung der atypischen Beschäftigung (die die Spaltung des Arbeitsmarktes entlang der Herkunft vertieft).

‚O-Ton Arbeitsmarkt‘ berichtet über Gießener Projekt

Die ‚alternative‘ Arbeitmarktberichterstattung O-Ton Arbeitsmarkt berichtet über ein Projekt der Jugendwerkstatt Gießen:

Erwerbsunfähig oder arbeitslos? Gießener Arbeitsmarktprojekt lotet Grenzen aus

Zitat:

(o-ton) Langzeitarbeitslose vor der Erwerbsunfähigkeit bewahren und Erwerbsunfähige wieder fit für den Arbeitsmarkt machen, das ist das Ziel von „Auffordern statt Aufgeben“ (AsA), einem Arbeitsmarktprojekt des Landkreises Gießen. Die verrentete Johanna Richter (39)* hat es durch AsA bis zum Ausbildungsabschluss geschafft. Stefan Henkel (25)* hilft das Programm beim Kampf gegen seine Suchterkrankung.

Regierung fördert Langzeitarbeitslose viel weniger

Die FAZ vom 06.08.14 macht den gravierenden Abbau der öffentlich geförderten Beschäftigung erneut zum Thema und spricht dazu mit Brigitte Pothmer (arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Grünen) und Heinrich Alt (BA). Während Brigitte Pothmer erneut einen Sozialen Arbeitsmarkt mit einer Förderung, die sich nicht allein auf die Vermittlung in den regulären Arbeitsmarkt konzentriert, fordert, verweist Heinrich Alt auf andere Handlungsbedarfe: den weiteren Ausbau der Kinderbetreuung und der sozialintegrativen Leistungen – beides Aufgaben der Kommunen – und beklagt den Abbau geförderter Sprachkurse. „Weil der Europäische Sozialfonds nun aber weniger Geld bereit stellt, gibt es laut Bundesagentur zukünftig nur noch 15.000 Plätze“ jährlich statt 20.000.

Und wie sieht es in Hessen aus? Was die Förderung von Langzeitarbeitslosen angeht, keineswegs besser: in Hessen wurden die Arbeitsgelegenheiten von 12.886 Plätzen im Juni 2010 bis Juni 2014 auf 3.604 herunter gefahren. Die Beschäftigung schaffenden Maßnahmen (Arbeitsgelegenheiten plus Bürgerarbeit, BEZ usw.) reduzierten sich von Juni 2011 auf Juni 2014 von 8.782 Plätzen auf 4.216, also um mehr als die Hälfte. Aktuell und offiziell zählen in Hessen mehr als 56 Tsd. Menschen als langzeitarbeitslos.  Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Arbeitsmarktreport Land Hessen, Juni 2014.