Neues Förderprogramm gegen Langzeitarbeitslosigkeit in Hessen

Der hessische Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) hat am Montag in Wiesbaden das neue Förderprogramm  „Kompetenzen entwickeln – Perspektiven ermöglichen“ vorgestellt.  Es ist auf fünf Jahre angelegt und umfasst ein Fördervolumen von zehn Millionen Euro.

Das  Arbeitsmarkt-Instrument  der schwarz-grünen Koalition in Hessen soll Langzeitarbeitslosen zu neuen Jobs verhelfen. Es ermöglicht Personen, die seit mindestens zwei Jahren Leistungen nach dem SGB II beziehen, einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachzugehen und sich gleichzeitig praxisnah zu qualifizieren.

Landkreise, Städte, Jobcenter oder Weiterbildungsfirmen können sich mit Projekten um die Fördermittel bewerben.

Die Ausschreibung finden Sie hier:  Ausschreibung „Kompetenzen entwickeln – Perspektiven eröffnen“

Neue Informationsplattform des IAB zu Langzeitarbeitslosigkeit

Trotz positiver Arbeitsmarktentwicklung bleibt die Anzahl langzeitarbeitsloser Menschen in Deutschland seit Jahren konstant. Laut Strategischer Sozialberichterstattung 2015 der Bundesregierung soll die Anzahl der langzeiterwerbslosen Personen jedoch bis 2020  um 20% reduziert werden.

Wie werden einzelne Projekte bewertet? Welche Instrumente greifen?

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB) hat eine Informationsplattform zum Thema Langzeitarbeitslosigkeit eingerichtet. Es werden Konzepte und Programme vorgestellt,  die darauf abzielen Langzeitarbeitslosigkeit und den Langzeitleistungsbezug zu verringern.

Interview mit Alexander Spermann, IZA: Was hilft Langzeitarbeitslosen wirklich?

Seit mehreren Jahren stagniert die Zahl der Langzeitarbeitslosen in Deutschland bei etwa einer Million. Das Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit (IZA) schlägt ein Fünf-Säulen-Konzept vor, um das Prinzip des „Förderns und Forderns“ der Hartz-Reformen weiterzuentwickeln. Im Gespräch mit O-Ton Arbeitsmarkt erläutert Alexander Spermann, Direktor Arbeitsmarktpolitik am IZA Bonn, die Details.

 

Arbeitsmarktreport 6/2015

Der Schwerpunkt des Berichts liegt in diesem Monat auf der Betrachtung der beruflichen Qualifikation der Arbeitslosen nach Rechtskreisen. Ein  Ergebnis ist, dass Arbeitslose im SGB III deutlich besser qualifiziert sind als im SGB II.

Der monatlich erscheinende Arbeitsmarktreport Hessen wird vom Institut für Bildungs- und Sozialpolitik der Hochschule Koblenz für die LAG Arbeit in Hessen erstellt. Er enthält Übersichten über den Bestand an TeilnehmerInnen in ausgewählten arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen der hessischen Gebietskörperschaften, getrennt nach der Kostenträgerschaft im SGB III und SGB II.

Arbeitsmarktreport Hessen 06/2015