ABGESAGT: Fortbildung „Auswirkungen von Traumatisierungen auf Bildungs-, Arbeits- und Beziehungsfähigkeit“

Datum/Zeit
17/04/2020
9:30 - 17:00

Veranstaltungsort
Landessportbund Hessen
Otto-Fleck-Schneise 4
60528 Frankfurt am Main


Traumatische Ereignisse in Kindheit und Jugend stellen einen Risikofaktor für die psychische Gesundheit und die Bildungs- und Arbeitsfähigkeit der Betroffenen während der gesamten Lebensspanne dar. Obwohl sie häufig sind, werden Traumatisierungen oft nicht erkannt. In einem Bericht des Bundesgesundheitsministeriums (2017) wird angegeben, dass ca. 30% der Kinder und Jugendliche psychische Probleme auf Grund traumatischer Erlebnisse entwickeln. Dabei handelt es sich u.a. um interpersonelle Gewalterfahrung, schwere Vernachlässigung, häufige Beziehungsverluste und Kriegs- und Fluchterlebnisse.

Kinder und Jugendliche entwickeln im Rahmen ihrer traumatischen Erfahrungen Bewältigungsstrategien für ihr psychisches Überleben. Diese ehemals sinnvollen Verhaltensweisen erweisen sich in neuen Kontexten als dysfunktional und machen es den jungen Menschen schwer, ihr Leben positiv zu gestalten. Für professionelle Helfer ist es eine Herausforderung, stabile und rezilienzfördernde Beziehungen zu den Betroffenen aufzubauen. – Ein Sechstel der Hilfen für diese hochbelasteten jungen Menschen endet im Abbruch.

Die Fortbildung möchte Anregungen dazu geben, wie die Symptomatik der traumatisierten jungen Menschen zu verstehen ist und wie der Umgang mit ihnen für alle Beteiligten hilfreicher gestaltet werden kann.

Die Fortbildung ist eine Ergänzung zur zweitägigen Veranstaltung „Psychisch auffällige Jugendliche in der Jugendberufshilfe“ am 12./13.03.2020, eine Teilnahme macht aber auch unabhängig von dieser Sinn.

Hier finden Sie detaillierte Informationen zur Fortbildung als PDF zum Download.

Bitte melden Sie sich hier über unser Buchungsportal für die Fortbildung an.

Inhalte

  • Wissenschaftliche Grundlagen zur Entstehung und Folgen von Traumatisierungen
  • Pädagogische Fach- und Handlungskompetenzen im Umgang mit traumatisierten jungen Menschen
  • Informationen zu pädagogischen Konzepten und psychotherapeutischen Therapien

Methoden

Medienunterstützte Inputs und Präsentationen, unterschiedliche Formen von Einzel- und Gruppenarbeit. Die Teilnehmenden können eigene Fallbeispiele mitbringen, die in der Fortbildung besprochen werden. Die Fortbildung ist praxisorientiert aufbereitet.

Trainerin

Prof. Dr. Silvia Denner ist Diplom-Pädagogin und Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie. Sie arbeitete mehrere Jahre in der Kinder- und Jugendpsychiatrie an der Frankfurter Universitätsklinik und in eigener Praxis. Seit 20 Jahren ist sie Professorin an der Fachhochschule Dortmund. Schwerpunkte ihrer Lehr- und Forschungsaktivitäten sind: Psychische Störungen bei Kindern und Jugendlichen, Traumatisierungen, Kinder von psychisch und suchtkranken Eltern sowie Kooperation zwischen Jugendhilfe und Medizin. Sie ist als Fortbildnerin und Gutachterin tätig.

Hier finden Sie detaillierte Informationen zur Fortbildung als PDF zum Download.

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