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Arbeitsmarktreport Hessen 08/2015: Deutlich mehr Menschen ohne Arbeit als Zahl der registrierten Arbeitslosen

Viele Menschen ohne Arbeit fallen in der Statistik der Bundesagentur für Arbeit nicht unter den Begriff „arbeitslos“. Dies trifft z.B. auf Personen zu, die älter sind als 58 Jahre und  in den letzten 12 Monaten kein Job-Angebot erhalten haben. Weitere Personengruppen, die nicht unter den Begriff „arbeitslos“ fallen sind z.B.:
– kurzfristig Arbeitsunfähige
– Teilnehmer an Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung sowie Teilnehmer an Maßnahmen zur beruflichen Weiterbildung
– Teilnehmer an Integrationskursen oder Rehamaßnahmen

In Hessen registrierte die Bundesagentur für Arbeit im August dieses Jahres 181.106 Arbeitslose. Tatsächlich waren jedoch 227.304 Menschen ohne Arbeit.

Ausführlich hierzu der monatlich erscheinende Arbeitsmarktreport Hessen. Er wird vom Institut für Bildungs- und Sozialpolitik der Hochschule Koblenz für die LAG Arbeit in Hessen e.V. erstellt.

Arbeitsmarkreport Hessen 08/2015

Einen Überblick über die Zusammensetzung der Arbeitslosenzahlen und die Kritik daran gibt auch der Artikel „Schöngerechnet“ der Süddeutschen Zeitung vom 13. Juli 2015

Ausbildung senkt das Armutsrisiko

Geringqualifizierte sind häufiger von Armut betroffen als vor zehn Jahren

30,8 % der gering qualifizierten Personen in Deutschland waren 2014  von Armut bedroht. 2005 betraf dies nur 23,1 % dieses Personenkreises. Ausbildung verhindert Armut, denn in der Gesamtbevölkerung war der Anteil der von Armut bedrohten Personen 2014 deutlich geringer (15,4%).  Als armutsgefährdet gelten Menschen, die mit weniger als 60 % des mittleren  Einkommens  auskommen müssen. In Deutschland waren dies 2014 Einpersonenhaushalte mit einem monatlichen Einkommen von weniger als 917 Euro.

Ausführliche Informationen hierzu in der Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 28.08.2015

Foto: (c) Jörn Buchheim / Fotolia.de

Fachtagung: „Wie gelingt die Integration von Flüchtlingen?“ am 20.10.2015 in Marburg

Fachtagung „Wie gelingt die Integration von Flüchtlingen? Konzepte im Verbund öffentlicher, gemeinnütziger und ehrenamtlicher Akteure.“

Termin: 20.10.2015
Ort: Technologie- und Tagungszentrum Marburg

Referenten sind:

  • Bertram Hörauf, Leiter der Abteilung III Arbeit, des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration
  • Christian Hendrichs, Vorstandsmitglied des Hessischen Flüchtlingsrates
  • Prof. em. Dr. Dietrich Tränhardt, Universität Münster, Autor der Bertelsmann-Studie  „Arbeitsintegration von Flüchtlingen in Deutschland – Humanität, Effektivität, Selbstbestimmung.“

Teilnehmer können sich für zwei Workshops anmelden. Die erste Runde findet um 14:00 Uhr, die zweite um 15:30 Uhr statt.

A) Unterbringung – Betrieb und Einrichtung von Unterkünften
B) Willkommenskultur – Angebote mit ehrenamtlicher Begleitung
C) Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge – Voraussetzung und Umsetzung der Betreuung
D) Konzepte zur Arbeitsintegration – Rechtskreisübergreifende Ansätze und inhaltliche Anforderungen

Hier finden Sie ausführliche Informationen zur Veranstaltung

Anfahrtsskizze zum Technologie- und Tagungszentrum Marburg

Die Veranstaltung ist ausgebucht. Es stehen leider keine freien Plätze mehr zur Verfügung.

Foto: (c) kwarner / Fotolia.de

Unter welchen Voraussetzungen dürfen Asylsuchende Praktika aufnehmen?

Wann muss ein Asylsuchender eine Arbeiterlaubnis der Ausländerbehörde vorlegen, wenn er oder sie ein Praktikum in einem Betrieb machen möchte?

Wann bedarf es einer Zustimmung zur Beschäftigung durch die Arbeitsagentur?

Die „Arbeitshife: Erfordernis einer Arbeitserlaubnis bzw. einer Zustimmung zur Beschäftigung für ein Praktikum und ähnliche Tätigkeiten für Personen mit einer Duldung oder Aufenthaltsgestattung“, erstellt von der GGUA Flüchtlingshilfe, gibt einen aufschlussreichen Überblick.

Auf der Webseite der GGUA Flüchtlingshilfe finden sich darüberhinaus gute Übersichten zum Zugang zu Beschäftigung für Personen mit Duldung und Aufenthaltsgestattung und weitere relevante Arbeitshilfen zum Zugang von Asylsuchenden zum Arbeitsmarkt.

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