Alle Beiträge von Miriam Hedtmann

Bundesregierung erleichtert Zugang zu Praktika für Asylsuchende

Viele Flüchtlinge möchten frühstmöglich einen Einstieg in den Beruf in Deutschland finden. Die Aufnahme bestimmter Praktika ist nach einer Neuregelung der Bundesregierung vom 29. Juli 2015 nun leichter möglich. Bisher prüfte die Bundesagentur für Arbeit in den ersten 15 Monaten des Aufenthaltes zunächst, ob niemand aus Deutschland oder einem EU-Land den Platz haben wollte. Diese Vorrangprüfung für Praktika entfällt künftig. 

Der erleichterte Zugang gilt für Pflichtpraktika, Orientierungspraktika, die oft eine Voraussetzung dafür sind, ein Studium oder eine Ausbildung zu beginnen, für ausbildungs- oder studienbegleitende Praktika mit einer Dauer von jeweils bis zu drei Monaten. Außerdem wird die Teilnahme an einer Einstiegsqualifizierung oder Berufsausbildungsvorbereitung erleichtert.

Eine Kurzübersicht der Regelungen zur Aufnahme von Praktika für Asylbewerber und Geduldete Personen, veröffentlicht von der Bundesagentur für Arbeit am 29. Juli 2015 , finden Sie hier.

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Arbeitsmarktreport 7/2015

Das besondere Augenmerk des Arbeitsmarktreports Hessen liegt im Juli auf den Entwicklungen und Umschichtungen bei den Eingliederungs- und Verwaltungsmitteln seit 2011. Es wird sichtbar, dass das Budget für Leistungen und Eingliederungen in Arbeit in den hessischen Jobscentern seit 2011 stark gesunken ist.  Darüberhinaus beschneiden viele Jobcenter den Eingliederungsetat in dem sie immer größere Beträge in das Verwaltungsbudget umschichten.

Hier geht es zum Arbeitsmarktreport Hessen 7/2015

Der monatlich erscheinende Arbeitsmarktreport Hessen wird vom Institut für Bildungs- und Sozialpolitik der Hochschule Koblenz für die LAG Arbeit in Hessen erstellt.

Neues Förderprogramm gegen Langzeitarbeitslosigkeit in Hessen

Der hessische Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) hat am Montag in Wiesbaden das neue Förderprogramm  „Kompetenzen entwickeln – Perspektiven ermöglichen“ vorgestellt.  Es ist auf fünf Jahre angelegt und umfasst ein Fördervolumen von zehn Millionen Euro.

Das  Arbeitsmarkt-Instrument  der schwarz-grünen Koalition in Hessen soll Langzeitarbeitslosen zu neuen Jobs verhelfen. Es ermöglicht Personen, die seit mindestens zwei Jahren Leistungen nach dem SGB II beziehen, einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachzugehen und sich gleichzeitig praxisnah zu qualifizieren.

Landkreise, Städte, Jobcenter oder Weiterbildungsfirmen können sich mit Projekten um die Fördermittel bewerben.

Die Ausschreibung finden Sie hier:  Ausschreibung „Kompetenzen entwickeln – Perspektiven eröffnen“

Neue Informationsplattform des IAB zu Langzeitarbeitslosigkeit

Trotz positiver Arbeitsmarktentwicklung bleibt die Anzahl langzeitarbeitsloser Menschen in Deutschland seit Jahren konstant. Laut Strategischer Sozialberichterstattung 2015 der Bundesregierung soll die Anzahl der langzeiterwerbslosen Personen jedoch bis 2020  um 20% reduziert werden.

Wie werden einzelne Projekte bewertet? Welche Instrumente greifen?

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB) hat eine Informationsplattform zum Thema Langzeitarbeitslosigkeit eingerichtet. Es werden Konzepte und Programme vorgestellt,  die darauf abzielen Langzeitarbeitslosigkeit und den Langzeitleistungsbezug zu verringern.