Kein Geld mehr für neue BAMF-Kurse

Die FAZ vom 05.04.2014 zitiert ein Schreiben des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF), wonach kein Geld mehr für neue Kurse da sei und nur noch bis 31.03.14 gestellte Kursanträge bewilligt werden könnten.  Bisher haben pro Monat zwischen 2000 und 3000 Menschen einen Kurs begonnen. Begründet wird dies mit dem Übergang zwischen den ESF-Förderperioden.  Stefan Sell taucht in seinem  Blog in die „Untiefen des Fördertopfwesens“ ein und meldet, dass die Arbeitsagentur nach Kompensationsmöglichkeiten suche.  Das ist auch bitter nötig, denn wenn sich jetzt nicht eine andere Lösung findet, werden sich bei etwa 3.000 Eintritten in die Sprachkurse bisher pro Monat bis Jahresende für 27.000 Menschen keine Deutschkurse mehr organisieren lassen.

Entwicklung der öffentlich geförderten Beschäftigung

Brigitte Pothmer (Sprecherin für Arbeitsmarktpolitik der Grünen im Bundestag) kommentiert die Antwort der Bundesregierung auf die von ihr initiierte Kleine Anfrage zur Entwicklung der ögB und beklagt den Förderstopp für Langzeitarbeitslose. Sie bezweifelt, dass das für 2015 geplante Bundesprogramm für Langzeitarbeitslose innerhalb kurzer Zeit 30.000 Plätze in Betrieben schaffen wird: von dem Pilot-Programm „Perspektive in Betrieben“  profitierten aktuell nur 33 Personen!

Die Antwort der Bundesregierung auf die Anfrage der Grünen bestätigt den drastischen Abbau der öffentlich geförderten Beschäftigung seit 2010 um 65 Prozent, bei den Arbeitsgelegenheiten sogar um 73 Prozent auf aktuell 84 Tsd. Plätze bundesweit. Da wird das Bundesprogramm mit 30.000 Plätzen via Bestenauslese  (Beschäftigung im Ersten Arbeitsmarkt) und Bedienung an ESF-Mitteln (470 Mio. Euro) wohl kaum gegensteuern.

Unsere neue Webseite ist online

Nach fast 9 Jahren war es notwendig, unsere Webseite umzugestalten.

Sie finden hier weiterhin viele Informationen zur Arbeitsmarktpolitik. Unsere Weiterbildungsangebote finden Sie unter dem entsprechenden Menüpunkt (oben rechts).

Gleichzeitig wird heute unsere Archivseite online gestellt. Unter der eigenen Adresse: www.lag-arbeit-hessen.net finden Sie alle älteren Artikel und auch die Vielzahl an Dokumenten der arbeitsmarktpolitischen Debatte.

Arbeitsmarktreformen und „Beschäftigungswunder“ in Deutschland

Prof. Dr. Matthias Knuth enthüllt den Mythos, dass die Trendwende am deutschen Arbeitsmarkt ursächlich auf die Arbeitsmarktreformen zurückzuführen sei, und führt bedeutsamere Faktoren an: die Reform des Altersübergangs und die Schwächung des Tarifsystems. Durch nüchterne volkswirtschaftliche Betrachtung und Analyse konstatiert er bedenkliche Implikationen der Arbeitsmarktreformen, z.B. sinkende Fluktuation der Arbeitskräfte, Verlangsamung der Produktivitätsentwicklung und Investitionsschwäche der deutschen Wirtschaft.