Fachtagung „Arbeitslos 4.0 ? Soziale Gerechtigkeit in der digitalisierten Arbeitswelt“

Termin: 16. Mai 2017
Uhrzeit: 9:30 Uhr – 16:00 Uhr
Tagungsort: RoncalliHaus in Wiesbaden, Friedrichstr. 26-28

Hier finden Sie das ausführliche Tagungsprogramm 

Wirtschaft und Gesellschaft befinden sich mitten in einem tiefgreifendem Transformationsprozess, den wir Digitalisierung nennen. In dieser „vierten industriellen Revolution“ werden sich Produktionsprozesse und die Berufsstruktur grundlegend verändern.

Wie wirkt sich der digitale Wandel auf verschiedene Branchen, Berufsgruppen und Qualifikationsniveaus auf dem hessischen Arbeitsmarkt aus? Wie kann Medienkompetenz branchenübergreifend in die duale Ausbildung integriert werden? Diese Fachtagung informiert zum einen über aktuelle Arbeitsmarkt-Prognosen mit besonderen Blick auf Geringqualifizierte. Zum anderen wird es um die notwendigen Schlussfolgerungen für die Arbeitsmarktpolitik, die Qualifizierung von Benachteiligten und die Beschäftigungsförderung gehen. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat im Weißbuch Arbeiten 4.0 Leitlinien für die Arbeitsmarktpolitik formuliert. Welche Perspektiven sieht es für Geringqualifizierte?

Themen und ReferentInnen:

    • Anforderungen an die Beschäftigungsförderung 4.0 und die Arbeitsmarktpolitik, Diskussion mit VertreterInnen der Landtagsfraktionen:
      • Wolfgang Decker, MdL, SPD
      • Daniel May, MdL, Bündnis 90 / Die Grünen
      • Janine Wissler, MdL, Die Linke
      • CDU, N.N.
    • Arbeiten 4.0 – Handlungsbedarfe und Gestaltungsoptionen in der beruflichen Weiterbildung –  Andreas Henkes, Bundesministerium für Arbeit und Soziales
    • Digitalisierung der Arbeitswelt – Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt in Hessen, Geschlechtsspezifische Aspekte – Emmanuel Bennewitz, Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB)
    • Veränderungen in der dualen Ausbildung – Berufsbildung 4.0, Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
    • Digitale Medien in der Weiterbildung von Geringqualifizierten,  Andrea Mohoric, Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb)

Diskutieren Sie mit VertreterInnen von Wissenschaft, Ministerien und Politik wie Arbeiten 4.0 die Anforderungen an die Aus- und Weiterbildung verändert und welche Arbeitsmarktperspektiven es in Zukunft für diejenigen geben kann, die für digitalisierte Berufe nicht geeignet sind.

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Arbeitsmarkt-Report Hessen 03/2017

Diesen Monat betrachtet der Arbeitsmarkt-Report Hessen das Bundesprogramm Flüchtlingsintegrationsmaßnahmen (FIM), das im August 2016 startete und sich an Flüchtlinge richtet, deren Asylverfahren noch nicht abgeschlossen ist. Insgesamt wurden bundesweit jährlich 100.000 Plätze vorgesehen.

Das Programm läuft sehr schleppend. In Hessen wurden zum 27.02.2017 nur 1.700 Plätze beantragt, wovon 1.266 genehmigt und 1.225 auch besetzt werden konnten. Auf Bundesebene konnten erst 16.906 Plätze besetzt werden und die beantragten 22.753 Plätze bleiben deutlich hinter den geplanten Zahlen zurück.

Weitere Infos zu diesem Thema finden Sie im Arbeitsmarkt-Report Hessen 03/2017

Darüber hinaus enthält der Report jeden Monat Übersichten über den Bestand an TeilnehmerInnen in ausgewählten arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen der hessischen Gebietskörperschaften, getrennt nach der Kostenträgerschaft im SGB III und SGB II.

Der Arbeitsmarkt-Report Hessen wird vom Institut für Sozialpolitik und Arbeitsmarktforschung (ISAM) der Hochschule Koblenz für die LAG Arbeit in Hessen e.V. erstellt.

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Was bedeutet die Digitalisierung der Arbeitswelt für geringqualifizierte Frauen?

Ein Großteil der Frauen (56 Prozent) nutzt schon heute digitale Technologien am Arbeitsplatz. Bei den Männern sind es 63 Prozent. Das ist ein Ergebnis der Beschäftigtenumfrage „Gute Arbeit“ des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), die dieses Jahr den Schwerpunkt Digitalisierung hat.

Allerdings arbeiten geringqualifizierte Frauen viel seltener mit neuen Technologien als geringqualifizierte Männer. (Frauen 32 Prozent, Männer 58 Prozent). „Diesen Frauen müssen mehr betriebliche Weiterbildungen angeboten werden“, sagte DGB-Gleichstellungsbeauftragte Anja Weusthoff in einem Interview mit dem Tagesspiegel. „Sonst werden sie im Zuge der fortlaufenden Digitalisierung abgehängt.“

Einen weiteren interessanten Aspekt der unterschiedlichen Auswirkungen der Digitalisierung auf Männer und Frauen beleuchtet die IAB-Studie Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitswelt: Substituierbarkeitspotenziale nach Geschlecht.

Geringqualifzierte Frauen arbeiten derzeit häufiger als Männer in personennahen Dienstleistungen, die auch in Zukunft, so die Annahme des IAB, nicht durch computergesteuerte Maschinen ersetzt werden. In den Helferberufen liegt das Substituierbarkeitspotenzial für Frauen mit 37 Prozent deutlich unter dem von Männern (54 Prozent).

Welche Schlussfolgerungen daraus für die Qualifizierung von Frauen und Männern gezogen werden sollten, ist eine wichtige Frage mit der sich Arbeitsmarktpolitik und Weiterbildungsträger schon jetzt beschäftigen sollten.

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Arbeitsmarkt-Report Hessen 02/2017

Diesen Monat betrachtet der Arbeitsmarkt-Report Hessen in seinem Schwerpunkt den Frauenanteil an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen.

Frauen werden seltener arbeitsmarktpolitisch gefördert als Männer obwohl das SGB III die Agenturen für Arbeit dazu verpflichtet, mit Leistungen der Arbeitsförderung die berufliche Situation von Frauen zu verbessern.

Daten und Analysen zum Frauenanteil an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen finden Sie im Arbeitsmarkt-Report Hessen 02/2017

Darüber hinaus enthält der Arbeitsmarkt-Report Hessen jeden Monat Übersichten über den Bestand an TeilnehmerInnen in ausgewählten arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen der hessischen Gebietskörperschaften, getrennt nach der Kostenträgerschaft im SGB III und SGB II.

Der Arbeitsmarkt-Report Hessen wird vom Institut für Sozialpolitik und Arbeitsmarktforschung (ISAM) der Hochschule Koblenz für die LAG Arbeit in Hessen e.V. erstellt.

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