Arbeitsmarkt-Report Hessen 08/2017

Geflüchtete haben einen hohen Bildungsbedarf

Diese Ausgabe des Arbeitsmarkt-Reportes betrachtet die schulischen und beruflichen Qualifikationen von Geflüchteten in Hessen.

Das Qualifikationsniveau der Geflüchteten weicht deutlich von dem aller bei der BA oder in Jobcentern gemeldeten Arbeitssuchenden ab: Für mehr als die Hälfte der Geflüchteten (60 Prozent) kommen aktuell lediglich Jobs auf Helferniveau in Frage. Nur 16 Prozent haben schon jetzt Fachkraft- oder Spezialistenniveau und vier Prozent Expertenlevel. Wichtige Themen bei Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten sind der Erwerb von ausreichenden Deutschkenntnissen und die Anerkennung  der ausländischen Bildungsabschlüsse. In der Statistik der BA wird zunächst jede Person, die z.B. auf Grund einer fehlenden bzw. (noch) nicht anerkannten Berufsausbildung und schlechter Sprachkenntnisse aktuell in Deutschland nicht als Fachkraft arbeiten kann, als „Helfer“ geführt. Für 21 Prozent der Geflüchteten weist die BA noch kein Anforderungsniveau aus.

Der Anteil der Geflüchteten ohne Hauptschulabschluss ist mit 40 Prozent sehr hoch. Allerdings haben die arbeitssuchenden Geflüchteten mit einem Anteil von 22 Prozent zu einem leicht höheren Anteil als alle Arbeitssuchende Abitur oder Hochschulreife. Hauptschulabschluss oder Mittlere Reife sind mit Anteilen von zehn beziehungsweise fünf Prozent bei den Geflüchteten vergleichsweise selten. Die Aussagekraft zum Bildungsniveau ist aufgrund teils fehlender Nachweise und mangelnder Vergleichbarkeit der Bildungsabschlüsse allerdings eingeschränkt.

Weitere ausführliche Informationen zu den schulischen und beruflichen Qualifikationen von Geflüchteten in Hessen  finden Sie im Arbeitsmarkt-Report Hessen 08/2017.

Monatliche Übersicht über beschäftigungspolitische Maßnahmen in Hessen

Darüber hinaus enthält der Report jeden Monat Übersichten über den Bestand an TeilnehmerInnen in ausgewählten arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen der hessischen Gebietskörperschaften, getrennt nach der Kostenträgerschaft im SGB III und SGB II.

Der Arbeitsmarkt-Report Hessen wird vom Institut für Sozialpolitik und Arbeitsmarktforschung (ISAM) der Hochschule Koblenz für die LAG Arbeit in Hessen e.V. erstellt.

Foto: (c) Wrangler / Fotolia.de

Arbeitsmarkt-Report Hessen 07/2017

Langzeitarbeitslosen Hartz-IV-Empfänger gelingt nur selten der Schritt in den ersten Arbeitsmarkt

In diesem Monat betrachtet der Arbeitsmarkt-Report Hessen schwerpunktmäßig die Abgänge aus der Langzeitarbeitslosigkeit.

Langzeitarbeitslos im Sinne der Statistik ist, wer seit mindestens einem Jahr arbeitslos gemeldet ist. Von den Langzeitarbeitslosen, die Arbeitslosengeld I beziehen, konnte im Juni 2017 jeder sechste durch Aufnahme einer Beschäftigung die Langzeitarbeitslosigkeit beenden. Bei den Langzeitarbeitslosen Hartz-IV-Empfängern gelang  nur rund jedem zehnten der Schritt in den ersten Arbeitsmarkt. 

Trotz der ganz erheblichen Bedeutung einer abgeschlossenen Berufsausbildung für den Erfolg auf dem deutschen Arbeitsmarkt beginnt nur ein sehr geringer Teil (unter 0,1 Prozent)  der Langzeitarbeitslosen eine (schulische) Ausbildung.

Weitere ausführliche Informationen zur Entwicklung der Langzeitarbeitslosigkeit in Hessen finden Sie im Arbeitsmarkt-Report Hessen 07/2017.

Monatliche Übersicht über beschäftigungspolitische Maßnahmen in Hessen

Darüber hinaus enthält der Report jeden Monat Übersichten über den Bestand an TeilnehmerInnen in ausgewählten arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen der hessischen Gebietskörperschaften, getrennt nach der Kostenträgerschaft im SGB III und SGB II.

Der Arbeitsmarkt-Report Hessen wird vom Institut für Sozialpolitik und Arbeitsmarktforschung (ISAM) der Hochschule Koblenz für die LAG Arbeit in Hessen e.V. erstellt.

Foto: (c) Wrangler / Fotolia.de

 

Arbeitsmarkt-Report 06/2017

Sonderprogramme zum Abbau von Langzeitarbeitslosigkeit wenig erfolgreich

Im Schwerpunkt dieser Ausgabe des Arbeitsmarkt-Report Hessen werden die beiden Bundesprogramme zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit untersucht, das ESF-Bundesprogramm zur Eingliederung langzeitarbeitsloser Leistungsberechtigter und das Bundesprogramm Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt.

Im ESF-Bundesprogramm läuft die Besetzung der Plätze durch die Jobcenter in Hessen, wie bundesweit, schleppend. Bundesweit stehen 33.000 Plätze zur Verfügung. Davon wurden aber seit Start des Programms vor zwei Jahren nur 22.700 durch die Jobcenter beantragt. In Hessen wurden 1.858 Plätze bewilligt.

Im Bundesprogramm Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt wurden von den bundesweit 20.000 Plätzen bis Juni 2017 19.643 Plätze bewilligt, 392 davon in Hessen.

Zuletzt wurden in Hessen 788 Teilnehmende im ESF-Bundesprogramm und 231 Teilnehmende im Programm Soziale Teilhabe gefördert. Dem stehen im Juni 2017 in Hessen knapp 60.000 Langzeitarbeitslose gegenüber. Die beiden Bundesprogramme leisten also keinen relevanten Beitrag zum Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit. 

Ausführliche Infos zu diesem Thema finden Sie im Arbeitsmarkt-Report Hessen 06/2017 

Monatliche Übersicht über beschäftigungspolitische Maßnahmen in Hessen

Darüber hinaus enthält der Report jeden Monat Übersichten über den Bestand an TeilnehmerInnen in ausgewählten arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen der hessischen Gebietskörperschaften, getrennt nach der Kostenträgerschaft im SGB III und SGB II.

Der Arbeitsmarkt-Report Hessen wird vom Institut für Sozialpolitik und Arbeitsmarktforschung (ISAM) der Hochschule Koblenz für die LAG Arbeit in Hessen e.V. erstellt.

Foto: (c) Wrangler / Fotolia.de

Arbeitsmarkt-Report 05/2017

Erwerbslosigkeit ist Armutsrisiko Nummer 1 in Hessen

Im Schwerpunkt dieser Ausgabe des Arbeitsmarkt-Reportes werden die Armutsgefährdungsquoten für das Land Hessen betrachtet.

Die Armutsgefährdungsschwelle wird von der EU vom  mittleren Einkommen (Median) abgeleitet. Relativ arm ist per Definition, wem weniger als 60 % des mittleren Einkommens zur Verfügung stehen.  Die Armutsgefährdungsschwelle lag in Hessen 2015 für einen Einpersonenhaushalt bei 988 Euro. Für einen  Haushalt mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern unter 14 Jahren lag sie bei 2.074 Euro.

In Hessen waren 2015 insgesamt 16,5 Prozent der Bevölkerung armutsgefährdet. Ein Vergleich verschiedener Personengruppen zeigt, dass Erwerbslose das größte Armutsrisiko in Hessen haben. 54,2 % der Erwerbslosen sind armutsgefährdet. Eine weitere Gruppen mit hohem Armutsrisiko sind Personen mit Migrationshintergrund. 28,2 % der Menschen mit Migrationshintergrund waren 2015 armutsgefährdet.

Ausführliche Infos zu diesem Thema finden Sie im Arbeitsmarkt-Report Hessen 05/2017

Monatliche Übersicht über beschäftigungspolitische Maßnahmen in Hessen

Darüber hinaus enthält der Report jeden Monat Übersichten über den Bestand an TeilnehmerInnen in ausgewählten arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen der hessischen Gebietskörperschaften, getrennt nach der Kostenträgerschaft im SGB III und SGB II.

Der Arbeitsmarkt-Report Hessen wird vom Institut für Sozialpolitik und Arbeitsmarktforschung (ISAM) der Hochschule Koblenz für die LAG Arbeit in Hessen e.V. erstellt.

Foto: (c) Wrangler / Fotolia.de