Alle Beiträge von Miriam Hedtmann

Dokumentation der LAG-Fachtagung: Arbeitslos 4.0 ? Soziale Gerechtigkeit in der digitalisierten Arbeitswelt

Am 16. Mai 2017 hat die LAG Arbeit in Hessen e.V. eine Fachtagung unter dem Titel Arbeitslos 4.0 ? Soziale Gerechtigkeit in der digitalisierten Arbeitswelt veranstaltet.

Dokumentation

Programm:

Arbeitslos 4.0? Soziale Gerechtigkeit in der digitalisierten Arbeitswelt

Presseartikel

Arbeit in Hessen – Schulungen werden immer bedeutender, Wiesbadener Kurier, 17.05.2017

Vorträge:

Emanuel Bennewitz,  Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung: Digitalisierung der Arbeitswelt – Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt in Hessen und geschlechtsspezifische Aspekte

Andreas Henkes, Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Arbeiten 4.0  –  Handlungsbedarfe und Gestaltungsoptionen in der beruflichen Weiterbildung

Torben Padur, Bundesinstitut für Berufsbildung: Veränderungen in der dualen Ausbildung – Berufsbildung 4.0 

 

Zusammenfassung:

Den Einstieg in die Fachtagung bildete die Frage, wie sich die Digitalisierung der Arbeitswelt auf den hessischen Arbeitsmarkt auswirken wird, insbesondere auf die Arbeitsmarktchancen von Geringqualifizierten.

Darauf aufbauend wurden die notwendigen Schlussfolgerungen für die Qualifizierung von Benachteiligten und die Beschäftigungsförderung analysiert und diskutiert.

Es wurde an Hand von Beispielen illustriert, wie digitale Medien in (Teil-) Qualifikationen für Geringqualifizierte  eingesetzt werden können. Multimediale Übungseinheiten können  die Motivation der Teilnehmenden erhöhen und ein arbeitsintegriertes Lernen ermöglichen.

In der abschließenden Podiumsdiskussion diskutierten VertreterInnen der hessischen Landtagsfraktionen mit dem Vorstand der LAG Arbeit in Hessen e.V. darüber, wie die Arbeitsmarktpolitik in Zukunft ausgerichtet werden sollte  und was die Beschäftigungspolitik für diejenigen tuen kann, die für digitalisierte Berufe nicht geeignet sind.

 Foto: (c) julien tromeur / Fotolia.de

 

Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit – Deutscher Landkreistag fordert flexiblere Instrumente und mehr finanzielle Mittel

Der Deutsche Landkreistag hat neun Vorschläge zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit vorgelegt.

„Die Jobcenter stehen vor dem Hintergrund eines nach wie vor harten Kerns an langzeitarbeitslosen Menschen und von Zuwanderung, Internationalisierung und Digitalisierung vor großen Herausforderungen. So richtig und erfolgreich die Agenda 2010 auch war und noch immer ist: Die Jobcenter brauchen dringender denn je ein flexibles Instrumentarium, ausreichende finanzielle Möglichkeiten und vor allem so wenig bürokratische Vorgaben wie möglich. Nur dann kann es gelingen, die Zahl von unverändert 6 Mio. Hilfebeziehern und ihrer Familien signifikant zu reduzieren.“ fasst der Präsident des Deutschen Landkreistages Landrat Reinhard Sager die Forderungen zusammen.

Darüber hinaus stellt sich der Deutsche Landkreistag in der Erklärung entschieden gegen die Bestrebungen, die bewährte Aufgabenteilung von Jobcentern (SGB II) und Arbeitslosenversicherung (SGB III) hin zu einer stärkeren Zentralisierung der Bundesagentur für Arbeit zu verändern.

Hier finden Sie die Pressemitteilung und die Vorschläge zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit des Deutschen Landkreistages. 

 

Fachtagung „Arbeitslos 4.0 ? Soziale Gerechtigkeit in der digitalisierten Arbeitswelt“

Termin: 16. Mai 2017
Uhrzeit: 9:30 Uhr – 16:00 Uhr
Tagungsort: RoncalliHaus in Wiesbaden, Friedrichstr. 26-28

Hier finden Sie das ausführliche Tagungsprogramm 

Wirtschaft und Gesellschaft befinden sich mitten in einem tiefgreifendem Transformationsprozess, den wir Digitalisierung nennen. In dieser „vierten industriellen Revolution“ werden sich Produktionsprozesse und die Berufsstruktur grundlegend verändern.

Wie wirkt sich der digitale Wandel auf verschiedene Branchen, Berufsgruppen und Qualifikationsniveaus auf dem hessischen Arbeitsmarkt aus? Wie kann Medienkompetenz branchenübergreifend in die duale Ausbildung integriert werden? Diese Fachtagung informiert zum einen über aktuelle Arbeitsmarkt-Prognosen mit besonderen Blick auf Geringqualifizierte. Zum anderen wird es um die notwendigen Schlussfolgerungen für die Arbeitsmarktpolitik, die Qualifizierung von Benachteiligten und die Beschäftigungsförderung gehen. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat im Weißbuch Arbeiten 4.0 Leitlinien für die Arbeitsmarktpolitik formuliert. Welche Perspektiven sieht es für Geringqualifizierte?

Themen und ReferentInnen:

    • Anforderungen an die Beschäftigungsförderung 4.0 und die Arbeitsmarktpolitik, Diskussion mit VertreterInnen der Landtagsfraktionen:
      • Wolfgang Decker, MdL, SPD
      • Daniel May, MdL, Bündnis 90 / Die Grünen
      • Janine Wissler, MdL, Die Linke
      • CDU, N.N.
    • Arbeiten 4.0 – Handlungsbedarfe und Gestaltungsoptionen in der beruflichen Weiterbildung –  Andreas Henkes, Bundesministerium für Arbeit und Soziales
    • Digitalisierung der Arbeitswelt – Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt in Hessen, Geschlechtsspezifische Aspekte – Emmanuel Bennewitz, Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB)
    • Veränderungen in der dualen Ausbildung – Berufsbildung 4.0, Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
    • Digitale Medien in der Weiterbildung von Geringqualifizierten,  Andrea Mohoric, Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb)

Diskutieren Sie mit VertreterInnen von Wissenschaft, Ministerien und Politik wie Arbeiten 4.0 die Anforderungen an die Aus- und Weiterbildung verändert und welche Arbeitsmarktperspektiven es in Zukunft für diejenigen geben kann, die für digitalisierte Berufe nicht geeignet sind.

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Arbeitsmarkt-Report Hessen 03/2017

Diesen Monat betrachtet der Arbeitsmarkt-Report Hessen das Bundesprogramm Flüchtlingsintegrationsmaßnahmen (FIM), das im August 2016 startete und sich an Flüchtlinge richtet, deren Asylverfahren noch nicht abgeschlossen ist. Insgesamt wurden bundesweit jährlich 100.000 Plätze vorgesehen.

Das Programm läuft sehr schleppend. In Hessen wurden zum 27.02.2017 nur 1.700 Plätze beantragt, wovon 1.266 genehmigt und 1.225 auch besetzt werden konnten. Auf Bundesebene konnten erst 16.906 Plätze besetzt werden und die beantragten 22.753 Plätze bleiben deutlich hinter den geplanten Zahlen zurück.

Weitere Infos zu diesem Thema finden Sie im Arbeitsmarkt-Report Hessen 03/2017

Darüber hinaus enthält der Report jeden Monat Übersichten über den Bestand an TeilnehmerInnen in ausgewählten arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen der hessischen Gebietskörperschaften, getrennt nach der Kostenträgerschaft im SGB III und SGB II.

Der Arbeitsmarkt-Report Hessen wird vom Institut für Sozialpolitik und Arbeitsmarktforschung (ISAM) der Hochschule Koblenz für die LAG Arbeit in Hessen e.V. erstellt.

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