Pilot-Projekt „Blended Learning in der außerbetrieblichen Berufsausbildung / Berufsvorbereitung“

Aufruf zur Interessensbekundung:

Pilot-Projekt „Blended Learning in der außerbetrieblichen Berufsausbildung / Berufsvorbereitung“

Die LAG Arbeit in Hessen e.V. wird in den kommenden Monaten ein Pilot-Projekt Blended Learning starten.

Für die Umsetzung dieses Projektes suchen wir Anbieter/Innen, die für uns eine E-Learning-Plattform für das erste Ausbildungsjahr im Rahmen der Ausbildung zum/zur Verkäufer/Verkäuferin aufbauen.

Die Lernplattform soll mit Inhalten entsprechend der geforderten theoretischen Ausbildungselemente befüllt werden (siehe R A H M E N L E H R P L A N für die Ausbildungsberufe Kaufmann im Einzelhandel und Kauffrau im Einzelhandel, Verkäufer und Verkäuferin). Sie wird sich an Jugendliche und junge Erwachsene in der außerbetrieblichen Berufsausbildung und in der Berufsvorbereitung richten. Die jungen Erwachsenen, die die Lernplattform nutzen werden, bringen oft schlechte schulische Voraussetzungen mit und bei vielen ist Deutsch nicht die Muttersprache. Die Lerninhalte sollen kleinschrittig, in leichtverständlicher Sprache dargestellt werden.

Möchten Sie diese Aufgabe für uns übernehmen? Wir suchen einen/eine Anbieter/in, der/die für uns die Lernplattform unter Nutzung einer open source Software aufbaut, die Struktur der Lernplattform einrichtet und Lerninhalte sowie Selbsttests für das erste Ausbildungsjahr bereitstellt.

Bitte geben Sie bis zum 01.11.2017 per Mail an info@lag-arbeit-hessen.de ein Angebot mit folgenden Angaben ab: gewählte Software, Struktur der Plattform, Art und Aufbau der möglichen Lerninhalte und Selbsttests, Methodik und Didaktik, Schulung von Lehrenden, Zusammenarbeitsmodell mit der Auftraggeberin, dem Zeitpunkt der Fertigstellung und dem Preis.

Bitte geben Sie Ihre Erfahrungen und Referenzen im Aufbau von E-Learning-Plattformen an, insbesondere als mediendidaktisches Element der Berufsausbildung, des Berufsschulunterrichtes oder der Berufsvorbereitung. Besonders interessiert sind wir hierbei an Erfahrungen mit E-Learning-Einheiten in der Aus- und Weiterbildung von Geringqualifizierten oder jungen Menschen mit Startschwierigkeiten.

Ziel des Projektes:

Vor dem Hintergrund der fortschreitenden Digitalisierung der Arbeitswelt wollen wir die Chancen von E-Learning für die Aus- und Weiterbildung von Benachteiligten erproben. Wir finden es wichtig, dass Menschen mit multiplen Hemmnissen auf dem Weg in den Arbeitsmarkt berufsrelevante Medienkompetenz vermittelt wird.

Es wird modellhaft ein E-Learning-Programm für das erste Jahr der Ausbildung zum/zur Verkäufer/Verkäuferin aufgebaut.

Die dabei entstehende Lernplattform ist ein zusätzliches Element im Unterricht, mit dessen Hilfe Medienkompetenz und Unterrichtsinhalte vermittelt werden. Das Angebot soll ergänzend auf individuelle Lernbedürfnisse zugeschnitten sein. Es sollen vielfältige und abwechslungsreiche didaktische Mittel zum Einsatz kommen. Wichtige Elemente der Lernplattform sollen Selbsttests sein, die bei Fehlern mit passenden Lerninhalten / Informationen / Links zum Nachlesen verknüpft sind.

Für Fragen stehen wir Ihnen gerne per Mail an oben genannte Adresse zur Verfügung.

Arbeitsmarkt-Report Hessen 08/2017

Geflüchtete haben einen hohen Bildungsbedarf

Diese Ausgabe des Arbeitsmarkt-Reportes betrachtet die schulischen und beruflichen Qualifikationen von Geflüchteten in Hessen.

Das Qualifikationsniveau der Geflüchteten weicht deutlich von dem aller bei der BA oder in Jobcentern gemeldeten Arbeitssuchenden ab: Für mehr als die Hälfte der Geflüchteten (60 Prozent) kommen aktuell lediglich Jobs auf Helferniveau in Frage. Nur 16 Prozent haben schon jetzt Fachkraft- oder Spezialistenniveau und vier Prozent Expertenlevel. Wichtige Themen bei Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten sind der Erwerb von ausreichenden Deutschkenntnissen und die Anerkennung  der ausländischen Bildungsabschlüsse. In der Statistik der BA wird zunächst jede Person, die z.B. auf Grund einer fehlenden bzw. (noch) nicht anerkannten Berufsausbildung und schlechter Sprachkenntnisse aktuell in Deutschland nicht als Fachkraft arbeiten kann, als „Helfer“ geführt. Für 21 Prozent der Geflüchteten weist die BA noch kein Anforderungsniveau aus.

Der Anteil der Geflüchteten ohne Hauptschulabschluss ist mit 40 Prozent sehr hoch. Allerdings haben die arbeitssuchenden Geflüchteten mit einem Anteil von 22 Prozent zu einem leicht höheren Anteil als alle Arbeitssuchende Abitur oder Hochschulreife. Hauptschulabschluss oder Mittlere Reife sind mit Anteilen von zehn beziehungsweise fünf Prozent bei den Geflüchteten vergleichsweise selten. Die Aussagekraft zum Bildungsniveau ist aufgrund teils fehlender Nachweise und mangelnder Vergleichbarkeit der Bildungsabschlüsse allerdings eingeschränkt.

Weitere ausführliche Informationen zu den schulischen und beruflichen Qualifikationen von Geflüchteten in Hessen  finden Sie im Arbeitsmarkt-Report Hessen 08/2017.

Monatliche Übersicht über beschäftigungspolitische Maßnahmen in Hessen

Darüber hinaus enthält der Report jeden Monat Übersichten über den Bestand an TeilnehmerInnen in ausgewählten arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen der hessischen Gebietskörperschaften, getrennt nach der Kostenträgerschaft im SGB III und SGB II.

Der Arbeitsmarkt-Report Hessen wird vom Institut für Sozialpolitik und Arbeitsmarktforschung (ISAM) der Hochschule Koblenz für die LAG Arbeit in Hessen e.V. erstellt.

Foto: (c) Wrangler / Fotolia.de

Langzeitarbeitslosen eine Chance geben

Netzwerk für Arbeit und soziale Teilhabe formuliert fachpolitische Empfehlungen zum Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit

Im  Positionspapier Chancen auf Teilhabe für Langzeitarbeitslose  hat die LAG Arbeit in Hessen e.V.  gemeinsam mit den Landesverbänden Arbeit Berlin, Brandenburg, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Thüringen fachpolitische Einschätzungen zum Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit formuliert.

  • Sozial ist, was gesellschaftliche Teilhabe schafft – das ist unser Selbstverständnis als Träger arbeitsmarktlicher Dienstleistungen. Für Teilhabe in unserer Gesellschaft steht vorrangig: Arbeit, Erwerbsarbeit. Für viele Menschen, die sich seit Jahren im Hartz-IV-System befinden, ob arbeitslos oder unterbeschäftigt, ist das ein Versprechen mit  geringer Aussicht auf Einlösung. Davon ist auch ihr familiäres Umfeld betroffen. Vor allem Kinder aus „Arbeitslosen“-Haushalten bedürfen besonderer Hilfen, soll Langzeitarbeitslosigkeit nicht an nachfolgende Generationen vererbt werden.

 

 

  • Der Staat darf sich nicht zurückziehen, sondern muss fördernd eingreifen – ohne dabei zukünftig nur auf Strategien zurückzugreifen, die für Menschen in Arbeit bzw. im Arbeitslosengeld-I-Bezug geeignet sind. (Langzeit)-Arbeitslose SGB-II-Leistungsbezieher sind eine heterogene Zielgruppe. Für ihre Aktivierung, soziale Teilhabe, Kompetenzentwicklung und Heranführung an, bzw. Integration in den Arbeitsmarkt benötigen wir endlich adäquate finanzielle und inhaltliche Rahmenbedingungen. 
Das ganze Positionspapier finden Sie hier 

 

 

 

 

 

Grundlagen-Fortbildung: motivieren – präsentieren – aktivieren

Zweitägige Grundlagen-Fortbildung:

motivieren – präsentieren – aktivieren
Rhetorik und Präsentationstechniken für die Arbeitsförderung

Termin: 22. November und 14. Dezember
Ort:
FaPrik, Mainzer Landstr. 405, 60326 Frankfurt

„Der erste Eindruck zählt“ – Eine authentische Präsenz, die sich durch Körpersprache, Stimme und Wortwahl ausdrückt, trägt entscheidend zur Motivation der Gesprächspartner/innen bei und bestimmt den weiteren Gesprächsverlauf.

Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Arbeitsförderung ist es hilfreich, sich in Gesprächen, Präsentationen oder Verhandlungen der eigenen Wirkung bewusst zu sein, die Körpersprache und Stimme gezielt einzusetzen sowie Inhalte ansprechend zu visualisieren.

Dieser zweitägige Workshop bietet Informationen, praktische Tipps und viele Möglichkeiten, an Beispielen aus dem eigenen Arbeitsbereich die Kompetenz für Rhetorik, Visualisierung und Präsentation weiter zu entwickeln:

Hier finden Sie ausführliche Infos und die Anmeldung

Inhalte

  • Der erste Eindruck zählt! – Merkmale positiver Präsenz. Positive, wertschätzende Haltung als Redner/in
  • Wen will ich erreichen? – Analyse der Zuhörer/Zielgruppe – Vorbereiten auf die Zuhörer/innen
  • Wie motiviere ich? – Informationen und Aufträge zuhörergerecht vermitteln
  • Wie sag ich es?- Aufbau eines Statements, eines Kurzvortrags oder einer Präsentation
  • Mach mal Pause! – Regeln für Sprache, Stimme, Betonung, Atmung,…
  • Der Körper spricht… – Mimik und Gestik authentisch einsetzen
  • Alles im Griff? – Umgang mit Lampenfieber
  • Lebendig präsentieren – Grundlagen der Visualisierung, Aufmerksamkeit der Zuhörer/innen mit Bildern und Symbolen aktivieren, Regeln für den Einsatz technischer Medien

Vorgehensweise

Die Teilnehmer/innen haben die Möglichkeit, anhand von Beispielen aus ihrem Arbeitsfeld an eigenen Präsentationen zu arbeiten, diese in der Gruppe vorzustellen und mit Hilfe von Feedback weiterzuentwickeln. Die Grundlagen werden in kurzen Infoeinheiten vermittelt. Hierbei lernen die Teilnehmer/innen unterschiedliche Formen der Präsentation kennen, werten diese aus und reflektieren, wie diese für das eigene Arbeitsfeld genutzt werden können.

Trainerin

Claudia Egenolf, Dipl.-Heilpädagogin, Kommunikationstrainerin, vis à vis Beratung und Fortbildung, Köln

Hier finden Sie ausführliche Infos und die Anmeldung