Integration in eine demokratische Gesellschaft

Wie kann die Integration von Jugendlichen gelingen, die in autoritären, patriachalen Systemen aufgewachsen und von dort geflüchteten sind? Wie können die Werte der demokratischen Gesellschaft überzeugend vermittelt werden, so dass der fundamentalistische Islamismus nicht attraktiv für Jugendliche erscheint?

Der Psychologe und  Programmdirektor der European Foundation for Democracy Ahmad Mansour sieht darin eine Aufgabe für  Sozialarbeiter, Sozialpädagogen und Lehrer. Häufig fehle es Lehrern jedoch  an der Ausbildung für die pädagogische Aufbereitung dieser gesellschaftspolitischen Themen und an Zeit im Lehrplan. In einem sehr lesenswerten Interview im Deutschlandfunk vom 31. August 2016 fordert Mansour mehr Raum bei der Ausbildung und Integration von Jugendlichen für die Vermittlung demokratischer Grundwerte und die Auseinandersetzung mit aktuellen politischen Themen.

Deutlich mehr Investitionen in sozialarbeiterische Tätigkeitsfelder wären in diesem Zusammenhang  sinnvoll und würden sich in Zukunft vielfach auszahlen.

Arbeitsmarkt-Report Hessen 07/2016

In dieser Ausgabe wird die die Entwicklung der Aufstocker von Arbeitslosengeld I (ALG I) in Hessen ausgewertet. Die absolute Zahl der Aufstocker von Arbeitslosengeld I hat in den letzten Monaten leicht abgenommen, ihr Anteil an allen ALG I – Empfängern ist allerdings gestiegen. Als „Aufstocker“ werden Personen bezeichnet, deren ALG I nicht ausreicht, um den Bedarf  den Haushaltes zu decken. Ein Grund dafür sind niedrige vorherige Erwerbseinkommen.

Den ausführlichen Arbeitsmarkt-Report Hessen 07/2016 erhalten Sie hier 

Der Arbeitsmarkt-Report Hessen wird monatlich vom Institut für Sozialpolitik und Arbeitsmarktforschung (ISAM) der Hochschule Koblenz für die LAG Arbeit in Hessen e.V. erstellt. Neben dem monatlichen Schwerpunkt enthält der Report Übersichten über den Bestand an TeilnehmerInnen in ausgewählten arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen der hessischen Gebietskörperschaften, getrennt nach der Kostenträgerschaft im SGB III und SGB II.

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Informationen zur Umsetzung der Flüchtlingsintegrationsmaßnahmen FIM

Im Rahmen des Integrationsgesetzes hat der Bundestag am 7. Juli 2016 die Schaffung von rund 100.000 Arbeitsgelegenheiten für Flüchtlinge beschlossen, sog. Flüchtlingsintegrationsmaßnahmen (FIM) .

In ihrer Ausgestaltung knüpfen sie an bereits bestehende Arbeitsgelegenheiten nach § 5 Asylbewerberleistungsgesetz an. Es wird zwei Arten von FIM geben. „Interne“ Arbeitsgelegenheiten, die innerhalb der Unterkünfte den Ablauf unterstützen. Sie sollen 25 Prozent der geförderten Arbeitsgelegenheiten ausmachen. Der Großteil der Haushaltsmittel soll für sogenannte „externe FIM“ zur Verfügung gestellt werden, die außerhalb der Einrichtungen durchgeführt werden.

Bei der Einrichtung und Durchführung von FIM sind drei Akteure beteiligt: Die nach dem AsylbLG zuständige Behörde (1) schlägt der Agentur für Arbeit (2) Maßnahmeträger (3) vor, die die FIM durchführen.

Für die Schaffung und Durchführung der Arbeitsgelegenheiten erhalten die FIM-Maßnahmeträger eine Trägerpauschale pro Monat und Teilnehmenden, die bei den „internen FIM“ 85 Euro und bei den „externen FIM“ 250 Euro beträgt.

Hier finden Sie ein Schaubild des Deutschen Städtetages  zum Zusammenspiel zwischen Kommune, Agentur für Arbeit und Maßnahmeträger bei der Einrichtung der FIM.