Flüchtlinge: Der Weg in den Arbeitsmarkt erfordert staatliche Unterstützung

Das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) hat das  Modellprojekt „Early Intervention“ zur frühzeitigen Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen der Bundesagentur für Arbeit (BA), des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und des Europäischen Sozialfonds wissenschaftlich begleitet.

Zentrale Ergebnisse der Evaluation sind, dass selbst relativ gut qualifizierte Flüchtlinge mit einer guten Bleibeperspektive große Hürden auf dem Weg zu einer Beschäftigung überwinden müssen. Dies sind an erster Stelle die fehlenden Sprachkenntnisse und zweitens die Notwendigkeit, die vorhandenen Qualifikationen an die konkreten Anforderungen des deutschen Arbeitsmarktes anzupassen.

Möchte man die vorhandenen Ressourcen nicht brachliegen lassen, bedarf es einer stärkeren und früher ansetzenden Förderung von Flüchtlingen durch Sprachkurse und Qualifikationsmaßnahmen.

Die Ergebnisse der Untersuchung können Sie im  Abschlussbericht des IAB zum Modellprojekt Early Intervention nachlesen.

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Arbeitsmarkt-Report Hessen 11/2015

Das besondere Augenmerk unserer Arbeitsmarkt-Analyse liegt diesen Monat auf der Erwerbstätigkeit von  Hartz IV- Empfängern in Hessen. Rund 28,3 Prozent der Hartz IV – Empfänger waren im März 2015 erwerbstätig (sog. „Aufstocker“). Rund die Hälfte von ihnen in sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen, dies jedoch überwiegend in Teilzeit.  43 Prozent der Aufstocker übten eine geringfügige Beschäftigung aus.

Weitere Daten hierzu können Sie im Arbeitsmarktsreport Hessen 11 /2015 nachlesen.

Der monatlich erscheinende Arbeitsmarktreport Hessen wird vom Institut für Bildungs- und Sozialpolitik der Hochschule Koblenz für die LAG Arbeit in Hessen erstellt. Er enthält neben dem monatlichen Schwerpunkt Übersichten über den Bestand an TeilnehmerInnen in ausgewählten arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen der hessischen Gebietskörperschaften, getrennt nach der Kostenträgerschaft im SGB III und SGB II.

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