IAB-Studie: Weiterbildungen mit Berufsabschluss erhöhen die Arbeitsmarktchancen für Arbeitslose deutlich

Arbeitslose, die an einer Weiterbildung mit Berufsabschluss teilnehmen, haben vier Jahre nach Beginn der Weiterbildung knapp 20 Prozent häufiger eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aufgenommen als vergleichbare Nichtteilnehmerinnen. Das zeigt eine aktuelle Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Bei Frauen ist der positive Einfluss eines anerkannten Berufsabschlusses sogar noch höher. Weiterbildungsteilnehmerinnen haben nach vier Jahren eine um rund 30 Prozent erhöhte Beschäftigungswahrscheinlichkeit gegenüber ähnlichen Nichtteilnehmerinnen.

Die IAB-Studie ist hier im Internet abrufbar.

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Zusätzliche Landesmittel für die Integration von Flüchtlingen in Arbeit

Am 17. November stellte die hessische Landesregierung den Aktionsplan zur Integration von Flüchtlingen und Bewahrung des gesellschaftlichen Zusammenhalts vor.

Für die Integration durch Bildung und den Zugang zum Arbeitsmarkt stellt das Land Hessen zusätzliche Mittel zur Verfügung.

Unter anderem werden folgende Programme ausgebaut oder neu aufgesetzt:

  • Mit einem neuen Landesprogramm zur vertieften Berufsorientierung  mit Sprachförderung und der Erweiterung des Landesprogramms Ausbildungsplatzförderung soll die Zielgruppe der jungen Flüchtlinge bis zum Alter von 27 Jahren zu einem erfolgreichen Abschluss geführt werden.
  • Gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit (BA) wird die betriebliche Einstiegsqualifizierung um berufsbezogene Sprachförderung ergänzt.
  • Im Bereich des Sozialministeriums wird die berufsspezifische Sprach- und Arbeitsmarkförderung im Rahmen des Ausbildungs- und Qualifizierungsbudgets deutlich aufgestockt.

Details hierzu können Sie auf Seite 12f des hessischen Aktionsplan nachlesen

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Arbeitsmarktreport Hessen 10/2015: Arbeitslosigkeit und Gesundheit

Der Schwerpunkt des Arbeitsmarktreports Hessen liegt in diesem Monat auf der Betrachtung des Zusammenhangs zwischen Arbeitslosigkeit und Gesundheit.

Arbeitslosigkeit ist sowohl Folge als auch Ursache von Erkrankungen. Die Effekte verstärken sich gegenseitig und mindern die Chancen am Arbeitsmarkt.

Einige Daten sowie Hinweise auf weitergehende Forschungsarbeiten zu diesem Thema können Sie im Arbeitsmarkreport Hessen 10/2015 nachlesen.

Der monatlich erscheinende Arbeitsmarktreport Hessen wird vom Institut für Bildungs- und Sozialpolitik der Hochschule Koblenz für die LAG Arbeit in Hessen erstellt. Er enthält neben dem monatlichen Schwerpunkt Übersichten über den Bestand an TeilnehmerInnen in ausgewählten arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen der hessischen Gebietskörperschaften, getrennt nach der Kostenträgerschaft im SGB III und SGB II.

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