130 Teilnehmer bei LAG-Fachtagung „Wie gelingt die Integration von Flüchtlingen?“

Fachtagung „Wie gelingt die Integration von Flüchtlingen? Konzepte im Verbund öffentlicher, gemeinnütziger und ehrenamtlicher Akteure“ am 20.10.2015 in Marburg

Vertreter des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration, dem Vorstand des Hessischen Flüchtlingsrates und der Wissenschaft diskutierten mit Projektverantwortlichen aus Kommunen, Arbeitsagenturen, Jobcentern sowie Ausbildungs- und Beschäftigungsgesellschaften.

Ausführliche Berichterstattung in der Presse

Der Vorstand der LAG Arbeit in Hessen forderte frühzeitige Kompetenzfeststellungen und Nachqualifikationen von Flüchtlingen um einen schnellen Zugang zu Arbeit zu ermöglichen.

Vortrag Betram Hörauf HMSIDass hier ein brandaktuelles Thema behandelt wurde, spürte man im Saal. Konzentriert verfolgten die Teilnehmer die Vorträge von Betram Hörauf, Leiter der Abteilung Arbeit im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration und Dietrich Tränhardt, Autor der Bertelsmann-Studie „Arbeitsintegration von Flüchtlingen in Deutschland – Humanität, Effektivität, Selbstbestimmung“.

Die Biologisch-Technische-Assistentin Amina Ahmed sprach berührend über ihre Flucht aus Somalia und ihre Ankunft in Deutschland. In mehreren Workshops wurden Modell-Projekte zu verschiedenen Aspekten der Integration vorgestellt und Erfahrungen ausgetauscht.

Vortrag Kerstin GerbigKerstin Gerbig, Vorsitzende der LAG Arbeit in Hessen, forderte ein schnelles Handeln der Politik bei der Integration der Flüchtlinge in Arbeit:

„Die Wartezeiten der Flüchtlinge in den Asylverfahren sollten produktiv genutzt werden, z.B. durch Profiling ihrer Qualifikationen unter Berücksichtigung informell erworbener Fähigkeiten. Es sollten betriebliche und außerbetriebliche Nachqualifikationen angeboten werden, damit Flüchtlinge möglichst bald den Weg in den deutschen Arbeitsmarkt finden.“

 

IAB-Bericht: Bildungspotenzial bei Flüchtlingen ist sehr hoch

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) analysiert in seinem aktuellen Bericht  „Flüchtlinge und andere Migranten am Deutschen Arbeitsmarkt: Der Stand im September 2015“ den Qualifikationsgrad von Flüchtlingen.

Die berufliche Qualifikation von Flüchtlingen ist deutlich geringer als bei anderen Ausländergruppen. Die Mehrzahl der im Jahr 2015 nach Deutschland geflohenen Personen ist allerdings unter 25 Jahre (55%). Es besteht also ein „erhebliches Potenzial, das durch Investionen in Bildung und Ausbildung qualifiziert werden kann“, so der IAB-Bericht.

Hier finden Sie den IAB-Bericht „Flüchtlinge und andere Migranten am Deutschen Arbeitsmarkt: Der Stand im September 2015“

Foto: (c) highwaystarz / Fotolia.de

Arbeitsmarktreport Hessen 09/2015: Integrationsquote von Hartz-IV-Empfängern in Arbeit weiterhin niedrig

Der Schwerpunkt des Arbeitsmarktreports Hessen liegt in diesem Monat auf der Betrachtung der Integrationsquote im SGB II. 

Von den rund 295.000 Hartz-IV-Empfängern im April 2015 fanden im Mai 2015 nur knapp 5.600 eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, das heißt die Integrationsquote liegt in Hessen im Mai 2015 bei 1,9 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es keine Veränderung.

Die ausführliche Betrachtung der Integrationsquote im SGB II können Sie im Arbeitsmarkteport Hessen 09/2015 nachlesen.

Der monatlich erscheinende Arbeitsmarktreport Hessen wird vom Institut für Bildungs- und Sozialpolitik der Hochschule Koblenz für die LAG Arbeit in Hessen erstellt. Er enthält neben dem monatlichen Schwerpunkt Übersichten über den Bestand an TeilnehmerInnen in ausgewählten arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen der hessischen Gebietskörperschaften, getrennt nach der Kostenträgerschaft im SGB III und SGB II.