Konzept der CDU/CSU zum Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat ihr lange angekündigtes Konzept zum Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit vorgelegt. Bemerkenswert ist daran, dass – in Abgrenzung zum Koalitionspartner –

  1. eine Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente beabsichtigt wird, die u.a. auf marktnähere Ausrichtung der Arbeitsgelegenheiten und die Rücknahme ihrer zeitlichen Begrenzung zielt
  2. es die Idee der „Integrationsbetriebe“ bzw. „Sozialunternehmen“ wieder aufgreift
  3. es ein Unterstützungsprogramm für schwer erreichbare junge Menschen vorsieht: ergänzend zum Nahles-Programm Soziale Teilhabe sollen Modellprojekte mit ganzheitlichen Hilfsangeboten eingerichtet werden
  4. es die vorrangige Vermittlung von Langzeitarbeitslosen ohne Berufsabschluss in eine Berufsausbildung vorsieht
  5. es für ein sozialeres Vergaberecht eintritt.

Der Passiv-Aktiv-Tausch war in der Fraktion nicht mehrheitsfähig, mehr Geld ist auch nicht vorgesehen, es soll nur anders verteilt werden („Problemdruckindikator“). Dennoch kann das Konzept frischen Wind in die festgefahrene arbeitsmarktpolitische Diskussion bringen.

Das Konzept der CDU/CSU-Fraktion finden Sie hier

Fortbildung: Flüchtlingsrechte – Von der Ankunft bis zur Integration in Arbeit und Ausbildung

Die Fortbildung führt in die Grundlagen des Asylbewerberleistungsgesetzes (AsylbLG) und seine Neuerungen ein und klärt die aufenthaltsrechtlichen Bedingungen für den Zugang zu Leistungen in anderen Rechtskreisen und insbesondere zu Integrations- und Förderleistungen.

Referenten:

Victor Pfaff, Rechtsanwalt, Mitbegründer von Pro Asyl, Gutachter und Sachverständiger in migrationsrechtlichen Fragen
Susanne Giesler, Rechtsreferendarin, Kanzlei FrankfurtLegal

Termin und Ort: 05.08.2015, weitere Infos und Anmeldeformular

Die Veranstaltung ist ausgebucht. Falls Sie sich für eine Fortbildung in diesem Bereich interessieren, wenden Sie sich bitte an:
miriam.hedtmann@lag-arbeit-hessen.de
Tel.: 069-68097-130

Bei anhaltend großem Interesse wird eine 3. Auflage der Fortbildung im Herbst / Winter 2015 stattfinden.

Arbeitsmarktreport Hessen 5/2015

Das besondere Augenmerk des aktuellen Arbeitsmarktreports richtet sich auf die SGB II-Hilfequoten in Hessen nach Typ der Bedarfsgemeinschaft. Bei Alleinerziehenden ist sie am höchsten.

Darüber hinaus enthält der monatlich erscheinende Arbeitsmarktreport Hessen, den das Institut für Bildungs- und Sozialpolitik der Hochschule Koblenz für die LAG Arbeit in Hessen erstellt, Übersichten über den Bestand an TeilnehmerInnen in ausgewählten arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen in den hessischen Gebietskörperschaften, getrennt nach der Kostenträgerschaft im SGB III und SGB II.